BULLY (Deutschland-Premiere)

Film Poster Bully von Regisseur, Autor und Komponist Aaron Alon, USA, 2018

Das 8. Filmfest homochrom präsentiert dieses mittellange Musical über einen Schüler, der wegen homophober Schikane Selbstmord begeht:

 
BULLY (Deutschland-Premiere)
(USA 2017, 58 min, Regie: Aaron Alon, OmU, Eintritt frei)

 
Eine Stimme geht verloren.

 
So 21/10/18, 12:45, Filmforum NRW, Köln
Sa 27/10/18, 16:10, Schauburg, Dortmund + Vorfilm VERTICAL LINES

 
Triggerhinweis: enthält Darstellungen von Gewalt

Film Still Bully von Regisseur, Autor und Komponist Aaron Alon, USA, 2018; Sam Bradley (gespielt von Edward Henrickson) hat ein Veilchen und hält sich verzweifelt den Lauf einer Pistole in den Mund

 
 
Film Still Bully von Regisseur, Autor und Komponist Aaron Alon, USA, 2018; Sam Bradley (gespielt von Edward Henrickson) wird von drei Mitschülern schikaniert und vor Schulspinden verprügeltSam Bradley (Edward Henrickson) ist 14 und neu auf seiner Highschool. Nach dem Sportunterricht beeilt er sich, um drei Halbstarken aus dem Weg zu gehen. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis er seinen Peinigern über den Weg läuft und verprügelt wird. Bei seinen Eltern, die sich auseinandergelebt haben, fühlt er keinen Rückhalt und er hat keine Freunde, denen er sich anvertrauen könnte. Deswegen hält Sam den Mund und die Schulleitung kann nicht eingreifen. Irgendwie bekommt der brutale Vater von Tommy (Kiefer Slaton) Wind davon, was sein Sohn getan hat. Um selbst Prügel zu entgehen, erzählt Tommy, Sam hätte ihn und die anderen in der Dusche angekuckt. Sein Vater glaubt wirklich, dass dies die Gewalt rechtfertigt. Als Tommy Sam vor der Schule abpasst, um allein mit ihm zu reden, fühlt sich Sam noch mehr schikaniert. Er sieht nur einen Ausweg: Selbstmord. Während die Eltern trauern, steht die Schule im Fokus der Medien, die nach Schuldigen und Erklärungen suchen.

 
 
Film Still Bully von Regisseur, Autor und Komponist Aaron Alon, USA, 2018; Sams Mutter (Danica Dawn Johnston) wird von Fernsehteams umringt.Nicht nur in den USA, sondern auch hierzulande ist die Selbstmordrate unter queeren Jugendlichen leider um ein Vielfaches höher als unter Heterosexuellen. Schuld daran ist häufig homophobes (oder transphobes) Mobbing an Schulen. Genau dies führt BULLY mit klassischen, aber auch gospeligen und modernen Liedern und einer dramatischen Geschichte vor Augen. BULLY ist nicht nur der Debütfilm von Autor, Komponist und Regisseur Aaron Alon, sondern auch das Leinwanddebüt fast aller Darsteller und Sänger. Dennoch solltet ihr den Film nicht unterschätzen. Die Sänger-Darsteller sind hervorragend und Aaron Alon ist Musikprofessor am Lone Star College-University Park sowie Leiter für Komposition beim American Festival for the Arts (AFA). Er hat bereits fünf Alben mit klassischer Musik veröffentlicht und mehrere Bühnenstücke geschrieben. Das Thema seines emotionalen Musicals war ihm ein besonderes Anliegen.

 
 
Film Still Bully von Regisseur, Autor und Komponist Aaron Alon, USA, 2018; eine Gruppe von Schülern und Bürgern hält eine Mahnwache für Sam abFalls du Opfer von Mobbing oder Gewalt bist, ruf bitte die Helpline der Rosa Strippe an (MO-DO 16-20 UHR unter 0234-19446). Oder such eine der fast 30 schwul-lesbisch-trans*-queeren Jugendgruppen in deiner Nähe auf (Liste unter Queere Jugend NRW). Du bist wichtig und dort wirst du Unterstützung finden.

 
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Auszeichnungen:
Bestes Drama – Alternative Film Festival, 2018
Gold Award für Lied "Hollow House" (Aaron Alon) – International Independent Film Awards, 2018
Bester mittellanger Spiefilm, Originalmusik & Jungdarsteller (Edward Henrickson) – Five Continents International Film Festival, 2018

Trailer

Der Trailer ist im englischen Original ohne Untertitel; die Vorstellungen sind mit deutschen Untertiteln (OmU).

Lied "It Gets Better" der Bühnenaufführung