1. Litfest homochrom

☆ 33 Autor*innen lesen ihre queeren Texte ☆
 
☆ 06.-08.08.2021 im Museum Ludwig, Köln ☆
 
☆ freier Eintritt – Spenden erbeten ☆
 
☆ online als Videos & Podcasts
 
☆ auch als Taschenbuch, gebundene Ausgabe & E-Book erhältlich ☆
 

ANTHOLOGIE

Queeres entdecken – die Litfest-Anthologie

Der Sammelband „Queeres entdecken – Kurzgeschichten, Romanauszüge, Monologe und andere Texte vom Litfest homochrom“ vereint auf 362 Seiten stolze 27 der 33 Litfest-Beiträge, inklusive der drei Publikumspreisgewinner, und kann überall im Handel bestellt werden, z.B. bei Amazon oder Thalia, aber am fairsten bei tredition.
Lies gerne rein. Es gibt viel zu entdecken…

Erhältlich als:
Taschenbuch (12,99€, ISBN 978-3-347-55063-6)
gebundene Ausgabe (19,99€, ISBN 978-3-347-55064-3)
E-Book (2,99€, ISBN 978-3-347-55068-1)

VIDEOS aller Lesungen

PODCASTS aller Lesungen

Partnerprojekt: Pride-Poesie

Alle 26 Lyrikvideos, die im Rahmen dieses Wettbewerbs entstanden sind, und Angaben zum hübsch gestalteten Anthologieband, der als Taschenbuch, gebundene Ausgabe sowie E-Book verfügbar ist, findest du unter pride-poesie.com.

Infos zum Litfest homochrom

Nach 10 Jahren Erfahrung mit der monatlichen Filmreihe und dem Filmfest homochrom, welches das zweitgrößte Queerfilmfestival in Deutschland war, veranstalten wir das erste queere Literaturfestival in Köln.

Über 120 Einreichungen waren fürs Litfest homochrom eingegangen und 33 Autor*innen wurden zur Teilnahme eingeladen. 30 davon haben im barrierefreien Filmforum NRW im Museum Ludwig direkt neben dem Kölner Dom und HBF vor Publikum gelesen, 3 weitere in der Online-Lesereihe #allabendlichqueer unseres Kooperationspartners, den Literatunten. Alle Lesungen mit jeweils nachfolgendem, moderiertem Publikumsgespräch wurden aufgezeichnet und sind nun als Videos und Podcasts verfügbar, so dass das Publikum über Raum und Zeit hinweg in den Genuss von queerer Literatur und anregenden Diskussionen in entspannt-freundlicher Atmosphäre kommen kann.

Damit jede*r Zugang haben konnte, war der Eintritt zu allen Lesungen komplett kostenlos – um großzügige Spenden wird gebeten, damit der gemeinnützige homochrom e.V. euch auch in Zukunft queere Kultur präsentieren kann.

Publikumspreise

Das Publikum des Litfests homochrom hat vor Ort in Köln darüber abgestimmt, wie gut ihnen die Lesungen gefallen haben, und somit über die Publikumspreise, die Chromies, entscheiden. Gleichzeitig haben wir unter den abstimmenden Besucher*innen Buchpreise verlost, die uns mehrere der Autor*innen sowie unsere Kooperationspartner, Ylva, MAIN- und Querverlag, zur Verfügung gestellt haben.

Wir gratulieren den Gewinner*innen der drei Publikumspreise:

Der Publikumspreis Chromie in der Kategorie »Roman« geht an Nora Eckert für ihre Lesung aus der Autobiografie »Wie alle, nur anders«
Nora Eckert © Hassan Taheri

»Roman«-Chromie: Nora Eckert

Der Publikumspreis Chromie in der Kategorie »Kurzgeschichte« geht an Inge Lütt für ihre Lesung von »Take Back the Night«
Inge Lütt © Carmela Palazzo

»Kurzgeschichte«-Chromie: Inge Lütt

Der Publikumspreis Chromie in der Kategorie »Nachwuchs« geht an Thomas Schmale für seine Lesung des Monologs »care leaver«
Thomas Schmale © Simon Vorgrimmler

»Nachwuchs«-Chromie: Thomas Schmale

AUTOR*INNEN beim Litfest homochrom

Jörgen Bracker © Romanus Fuhrmann

08.08.2021, 12:00
Jörgen Bracker
liest aus dem Manuskript »Waffenschmugglers Himmelfahrt«

Maike Clemens © Mercan Sümbültepe

06.08.2021, 21:45
Maike Clemens
liest aus dem Roman »Tagebücher aus dem Meer«

Saskia Diepold © Christian Diepold

08.08.2021, 15:00
Saskia Diepold
liest aus dem Roman »Hinter dem Nebel«

Nora Eckert © Hassan Taheri

07.08.2021, 20:00
Nora Eckert
liest aus »Wie alle, nur anders«, Gewinnerin des »Roman«-Chromies

Elisabeth Etz © Tina Reiter - Tyrolia

08.08.2021, 11:00
Elisabeth Etz
liest die Kurzgeschichte »Stadt Land Fluss«

Hanni Fux © Antonio Kuklik

07.08.2021, 13:00
Hanni Fux
liest aus dem Roman »Samuel – einfach richtig«

© Aimée Goepfert

08.08.2021, 18:00
Aimée Goepfert
liest den Monolog »Ungeschminkt über den Wolken«

© Laszlo Hartmann

07.08.2021, 14:00
Laszlo Hartmann
liest die Kurzgeschichte »Meermädchenliebe«

© Joey Juschka

08.08.2021, 21:00
Joey Juschka
liest die Kurzgeschichte »Primärwut«

© Nadja Kobler-Ringler

08.08.2021, 14:00
Nadja Kobler-Ringler
liest aus dem Roman »Operation Forever K«

© Lydia Kray

08.08.2021, 13:00
Lydia Kray
liest die Kurzgeschichte »Am Bahnsteig«

© Johannes Lemm

08.08.2021, 16:00
Johannes Lemm
liest die Kurzgeschichte »Das grüne Gummibärchen«

Katharina Lucas © Chris Finsterer

06.08.2021, 18:00
Katharina Lucas
liest den Monolog »Charlie oder die unerhörte Existenz einer zwei im Binärcode«

Inge Lütt © Carmela Palazzo

08.08.2021, 10:00
Inge Lütt
liest »Take Back the Night«, Gewinnerin des »Kurzgeschichte«-Chromies

Jobst Mahrenholz © Antonio Kuklik

08.08.2021, 17:00
Jobst Mahrenholz
liest aus dem Roman »Tullio«

© Michelle Mommertz

06.08.2201, 16:00
Michelle Mommertz
liest die Kurzgeschichte »Mein Leben vor Arne«

© Sophie Mrotzeck

07.08.2021, 16:00
Sophie Mrotzeck
liest die Kurzgeschichte »Die Kälte im Juni«

© Mirjam Müntefering

06.08.2021, 20:00
Mirjam Müntefering
liest aus dem Roman »Anders geht immer«

© Kadir Özdemir

06.08.2021, 17:00
Kadir Özdemir
liest die Kurzgeschichte »Ich kann immer noch umkehren«

© Thomas Pregel

07.08.2021, 15:00
Thomas Pregel
liest aus dem Roman »Der Erste von uns«

Jan Ranft © Faris Allahham

08.08.2021, 20:00
Jan Ranft
liest die Kurzgeschichte »Frittierte Sonnenstrahlen«

© Philipp Reichert

06.08.2021, 19:30
Philipp Reichert
liest die Kurzgeschichte »Nachspiel« online bei #allabendlichqueer

Sabine Reifenstahl © Volker Granz

07.08.2021, 12:00
Sabine Reifenstahl
liest die Kurzgeschichte »Unter dem Zauber des Nordlichts«

Frank Schablewski © Georg Pieron

06.08.2021, 19:00
Frank Schablewski
liest zwei Istanbul-Texte

© Jasmin Schellong

07.08.2021, 18:00
Jasmin Schellong
liest die Kurzgeschichte »Zwei Grad wärmer«

© Vladlen Schklover

07.08.2021, 19:30
Vladlen Schklover
liest die Kurzgeschichte »Survival Mode« online bei #allabendlichqueer

Thomas Schmale © Simon Vorgrimmler

08.08.2021, 19:00
Thomas Schmale
liest den Monolog »care leaver«, Gewinner des »Nachwuchs«-Chromies

© Martin Schnick

07.08.2021, 21:00
Martin Schnick
liest aus dem Roman »Am anderen Ende der Schwerkraft«

© Miss Tiffany Sterling

07.08.2021, 22:00
Miss Tiffany Sterling
liest aus dem Roman »Alltag einer Drag Queen«

© Lutz van Dijk

07.08.2021, 19:00
Lutz van Dijk
liest aus dem Roman »Kampala – Hamburg«

© Dima von Seelenburg

06.08.2021, 15:00
Dima von Seelenburg
liest aus dem Roman »Eis bricht langsam«

© Martin Wolkner

08.08.2021, 19:30
Martin Wolkner
liest aus dem Roman »Morgenreport« online bei #allabendlichqueer

© Armin Wühle

07.08.2021, 17:00
Armin Wühle
liest aus dem Roman »Getriebene«

Anzeige

bei BoD probelesen

bei Amazon probelesen

Anzeige

bei BoD probelesen

bei Amazon probelesen

Anzeige

bei BoD probelesen

bei Amazon probelesen

Anzeige

bei BoD probelesen

bei Amazon probelesen

Anzeige

look inside at BoD

look inside at Amazon

komplettes PROGRAMM

06.08.21, 15:00, Dima von Seelenburg liest aus dem Roman »Eis bricht langsam«
Dima von Seelenburg
Ein weltoffenes Elternhaus mit nahezu allen Möglichkeiten, sich frei zu entwickeln, bescherte Dima eine glückliche Kindheit und Jugend am Rande einer westdeutschen Kleinstadt. Sein Sport, die Musik von Bryan Adams sowie das Literaturangebot der nahegelegenen Stadtbücherei prägten seine jungen Jahre.
Mittlerweile lebt er in Berlin, tut dies gern, fährt auch kurze Strecken mit dem Elektroroller und wünscht sich eine nachhaltigere und sozialere Politik und Gesellschaft. Nach Reisen in über 90 Länder der Erde hat sich das große Fernweh im Laufe der Jahre gelegt, die Sehnsucht nach dem Meer treibt ihn jedoch nach wie vor regelmäßig aus der Hauptstadt in Richtung Süden und Norden.
Neben seinem Romandebüt hat er zahlreiche Kurzgeschichten in diversen Anthologien platziert, die allesamt über einen queeren Protagonisten verfügen.
© Dima von Seelenburg
Eis bricht langsam © Main-Verlag
»Eis bricht langsam«
Eine Tonbandkassette, ein angestaubter Schnappschuss, eine BRAVO von 1989 … das genügt, um aus dem Heute ein Gestern zu machen. Plötzlich ist Aljoscha wieder Schüler, ein von seinen Gefühlen verunsicherter Lockenkopf. Und verliebt! In Tobias, den Eishockeyspieler mit dem unwiderstehlichen schiefen Grinsen. Der erste Kuss, das erste Mal und eine Nacht unter einem Himmel voller Sternschnuppen. Alles könnte perfekt sein. Könnte…

Dimas Coming-of-Age-Roman »Eis bricht langsam«, den er im März 2018 auf der großen Jugendliteratur-Bühne der Leipziger Buchmesse mit einer Lesung vorstellte, ist 2017 im Main-Verlag erschienen. Deswegen tritt er beim Publikumspreis in der Chromie-Kategorie »Roman« an.

06.08.21, 16:00, Michelle Mommertz liest die Kurzgeschichte »Mein Leben vor Arne«
Michelle Mommertz
studiert im Master Theorien und Praktiken professionellen Schreibens in Köln. Das Schreiben ist für Michelle eine Möglichkeit politisch und gesellschaftskritisch zu agieren, und sich künstlerisch mit den Problemen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Im Vordergrund stehen dabei vor allem queerfeministische Themen. Neben Kurzgeschichten und Romantexten, schreibt Michelle auch immer wieder Lyrik und nimmt gelegentlich an PoetrySlams teil. Michelles Debütroman „Der rote Käfer“ handelt von einer lesbischen Protagonistin, die ihren Platz auf der Welt sucht und gleichzeitig den Tod ihrer Mutter verarbeitet. Der Roman soll im Jahr 2023 im Butze-Verlag erscheinen.
© Michelle Mommertz
»Mein Leben vor Arne«
Anne ist lesbisch. Anne ist eine Frau. Aber nicht immer. Manchmal steht sie vor dem Spiegel, nackt und betrachtet ihre Brüste voller Abscheu. Dabei mochte sie die sonst eigentlich ganz gerne. Nur in jenen Momenten, an jenen Tagen, sie nannte sie ihre Nicht-Tage, da erschienen sie ihr so unpassend, so weiblich, so falsch an ihrem Körper. Sie wünschte sie sich fort, als wären es ihre Brüste, die sie zu einer Frau machten. Sie begibt sich auf eine Suche nach ihrer eigenen Identität.

Der Text ist noch unveröffentlicht, also ist Michelle für den Publikumspreis in der Chromie-Kategorie »Nachwuchs« nominiert.

06.08.21, 17:00, Kadir Özdemir liest die Kurzgeschichte »Ich kann immer noch umkehren«
Kadir Özdemir
hat Neuere Geschichte und Soziologie studiert. Er lebt in Hannover und arbeitet im Feld von Antirassismus, LSBTIQ* und Intersektionalität. Seine Texte wurden in zahlreichen Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht. Zurzeit arbeitet er an seinem Debütroman. 2021 erhielt er den Clinch Festival Award.
© Kadir Özdemir
»Ich kann immer noch umkehren«
Nach einem unerwarteten Unfall des Partners entdeckt die Erzählperson die Geheimnisse des Verstorbenen. Zwischen Wut, Einsamkeit und der Lust aggressiv und verletzend zu sein, nimmt die Trauerbewältigung ihren Lauf. Eine spontane Reise zu einer Großtante bringt schließlich den Moment, der radikal Erlösung oder Auslöschung mit sich bringen kann.

Zwar ist der Text zum Zeitpunkt der Lesung noch unveröffentlicht, soll aber im November in der 5. Ausgabe des Glitter Magazins erscheinen, darum nominieren wir Kadir beim Publikumspreis für den Chromie in der Kategorie »Kurzgeschichte«.

06.08.21, 18:00, Katharina Lucas liest den Monolog »Charlie oder die unerhörte Existenz einer zwei im Binärcode«
Katharina Lucas
schreibt, seit sie Buchstaben aneinanderreihen kann. Wie es erste Gehversuche als Autor*in so an sich haben, existieren irgendwo einige furchtbare, vernachlässigte Romananfänge, aber durch Fehler lernt man schließlich. Heute schreibt sie hauptsächlich Kurzgeschichten und Theaterstücke, zuletzt ein Auftragswerk für die Insel Hiddensee über das Leben der Filmdiva Asta Nielsen. Mit ihren Kurzgeschichten war sie zweimal im Finale des fränkischen Literaturwettbewerbs und beim Projekt „Curt Schreibkrise“. Außerdem lebt sie ihre Theaterleidenschaft als gelernte Musicaldarstellerin und freie Sängerin.
Katharina Lucas © Chris Finsterer
»Charlie oder die unerhörte Existenz einer zwei im Binärcode«
„Die Welt ist binär. 0 oder 1. Schwarz oder weiß. Männlich oder weiblich.“
So steht es in Charlies Abschiedsbrief. Denn Charlie ist eine Zwei. Ein Störfaktor. Eine Ziffer, die das System nicht lesen und damit nicht tolerieren kann. Charlie ist Agender – ohne Geschlecht – und zerbricht an einer Welt, die nur männlich und weiblich kennt. In der Anderssein mit Unverständnis und Spott bestraft wird.
Eine brüchige Beziehung zu den Eltern, Mobbing, Verlust und schließlich die verzweifelte Suche nach der eigenen Identität und Zugehörigkeit – das sind die Treppenstufen, die Charlie Schritt für Schritt auf das Dach des Hochhauses geführt haben.

Eine frühere Fassung des Textes wurde 2017 in Form eines Theaterstücks mit Musik aufgeführt, er ist aber sonst nicht weiter verfügbar. Wenn ihr beim Publikumspreis für Katharina abstimmt, dann in der Chromie-Kategorie »Nachwuchs«.

06.08.21, 19:00, Frank Schablewski liest zwei Istanbul-Texte
Frank Schablewski
Geboren 1965 in Hannover studierte er Bildende Kunst sowie Literatur an der staatlichen Akademie der bildenden Künste in Düsseldorf; 1987 folgten Tanzstudien. Hieraus entwickelte sich eine intensive Auseinandersetzung mit Tanz und Sprache. Auf Festivals für modernen Tanz wurden seine choreographierten Gedichte in Deutschland, Frankreich und Spanien gezeigt. Seit 2001 hielt er sich längere Zeit im Ausland auf. Neben dem literarischen Schaffen entstehen Katalogtexte und literarische Kunstreden sowie Übertragungen aus dem Englischen und dem Hebräischen. In jüngster Zeit beschäftigen sich zunehmend Komponisten mit seinem lyrischen Werk. Er war u.a. zu den Poesiefestivals in Berlin (2005), Basel (2006, 2014), Dornbirn (2007) und Istanbul (2008, 2009, 2016), zur dOCUMENTA13, Festivals für Neue Musik und 2017 zum Beethovenfest in Bonn eingeladen. Ausgewählte Gedichte wurden ins Spanische und Hebräische sowie ins Slowenische übersetzt. Er lebt in Düsseldorf.
Frank Schablewski (c) Georg Pieron
Ein Paar aus vier Menschenhälften (c) Rimbaud Verlag
»Ein Paar aus vier Menschenhälften«
Istanbul ist der Ort einer Liebe, eines tödlichen Verbrechens. Hier lebt ein verheiratetes Paar auf unsicherem Grund, die Metropole selbst ist höchst erdbebengefährdet. Die Stadt und das Meer werden zum großen Sinnbild, als wäre der Schoß der Erde das Ziel der Geliebten.

Der Roman »Ein Paar aus vier Menschenhälften« erschien 2020 im Rimbaud Verlag.

»O«
»O« heißt auf Türkisch »er« und auch »sie« und »es«. In Istanbul lebt die größte Gemeinschaft an Transgendern. O gehört dort zum Leben der »schönen Jungen«. Sie sind Mann, Frau und Kind. Im Osmanischen Reich gab es eine Kompanie der »schönen Jungen« in der Armee, die für die sinnlichen Bedürfnisse der Soldaten verantwortlich war.

Der Text erschien im Band 278 der Zeitschrift Die Horen.

Tja, Frank ist mit zwei Texten kategorienqueer. Wir haben uns entschieden, ihn beim Rennen um den Publikumspreis in der Chromie-Kategorie »Roman« antreten zu lassen.

06.08.21, 19:30, Litfest homochrom präsentiert die Online-Lesung von Philipp Reichert bei #allabendlichqueer
Die Literatunten veranstalten seit über einem Jahr die tägliche Online-Lesereihe #allabendlichqueer. Die Veranstaltung am 06.08.21 mit dem Autor Philipp Reichert findet live aus Köln statt.
An allen drei Litfest-Tagen kann sich das Publikum zu der als Videokonferenz stattfindenden #allabendlichqueer-Online-Lesungen einloggen.

Philipp Reichert
begann im Alter von 15 Jahren mit dem Schreiben literarischer Texte. 2008 und 2009 publizierte er vier Kurzgeschichten in den Anthologien »Herzklopfen und andere Lebenszeichen« sowie »Zwischenstation und 35 andere Hotelgeschichten«. Er studierte von 2008-2018 Germanistik und Romanistik in Köln, Straßburg, Freiburg und Lille. 2018 erschien das Sachbuch »Hannah Arendts Literaturrezeption. Dichtung und Erzählen nach dem Traditionsbruch« im Büchner Verlag. Derzeit arbeitet Philipp Reichert am Romanmanuskript »Die Weite der Welt« wie auch Erzählungen. Er lebt als freier Autor in Köln und schreibt bevorzugt über zwischenmenschliche sowie familiäre Beziehungen. Dabei nutzt er häufig Ironie und sprachliche Distanz zu seinen Figuren.
© Philipp Reichert
»Nachspiel«
Was wäre, wenn man zwei Expartner hätte? Was wäre, wenn man von dem einen in Freundschaft getrennt wäre, den anderen jedoch nach einer kurzen, heftigen Affäre auch nach vielen Jahren nicht vergessen könnte? Und was, wenn diese beiden Expartner sich plötzlich kennen – und lieben lernen würden? Was wäre, wenn diese Beziehung als einzige funktioniert? Wie würde der Dritte sich fühlen? Was würde passieren, wenn die beiden Expartner herausfänden, welchen gemeinsamen Nenner sie haben? Welche Gedankenspiele, welche Verwerfungen, welche Situationen würden entstehen? Welche Kränkungen wären im Spiel? Und können, wollen, sollten diese drei als Gruppe zusammenfinden?

Diese Kurzgeschichte ist noch unveröffentlicht.

06.08.21, 20:00, Mirjam Müntefering liest aus dem Roman »Anders geht immer«
Mirjam Müntefering
Ihr Romandebüt erschien 1998 und in 2021 wird bereits ihr 47. Verlagstitel veröffentlicht.
Sie ist „genrepolygam“, schreibt Fantasy, Romance, Cosycrime und historische Stoffe für unterschiedliche Verlage und Altersklassen von 3 – 300 Jahre. Neben ihren rein queeren/lesbischen Geschichten ist auch in der Mehrzahl ihrer Mainstream-Titel lesbisches und schwules Leben vertreten mit dem Ziel, Queerness als Selbstverständlichkeit sichtbar zu machen.
2009 wurde ihr für ihr Gesamtwerk der CouLe-Preis für couragierte Lesben verliehen.
Homepage: mirjam-muentefering.de
© Mirjam Müntefering
Anders geht immer © Ulrike Helmer Verlag
»Anders geht immer«
Die siebzigjährige Charlotte möchte eigentlich nur einen ruhigen Lebensabend verbringen – auch wenn ihre lesbischen Freundinnen sie immer wieder dazu drängen wollen, endlich den „Schrank zu verlassen und sich als eine von ihnen zu outen“. Doch dann muss sie ihre Großnichte Lotta für eine Weile bei sich beherbergen. Das Zusammenleben mit dem springlebendigen Teenager holt Charlotte aus ihrer Komfortzone. Dann taucht auch noch Lottas Lehrerin „die olle Schubert“ bei Charlotte auf: Irene Schubert hat Charlotte schon vor dreißig Jahren mal den Kopf verdreht, und sie scheint nichts von ihrem Charme eingebüßt zu haben…

Der Roman »Anders geht immer« erschien 2015 im Ulrike Helmer Verlag. Mirjam ist beim Publikumspreis eine eindeutige Kandidatin für den Chromie in der Kategorie »Roman«.

06.08.21, 21:45, Maike Clemens liest aus dem Roman »Tagebücher aus dem Meer«
Maike Clemens
Geboren in Tübingen wuchs sie zunächst in niederländischen Delft auf. Mit vier Jahren zog sie mit ihrer Familie nach Österreich und begann im selben Alter selbstständig zu lesen. Schon bald wurde bei ihr eine Hochbegabung, besonders eine Begabung für das kreative Schreiben und die Musik festgestellt. Während ihrer Zeit am Gymnasium begann Maike kurze Texte, aber auch ganze Romane zu schreiben, die unveröffentlicht blieben. Nachdem sie ihre Matura 2015 mit hervorragendem Erfolg abschloss, begann sie ein Musikstudium auf der Musik und Kunst Privatuniversität Wien und schloss dieses im Januar 2020 ab.
Maike Clemens © Mercan Sümbültepe
Tagebücher aus dem Meer © Himmelstürmer Verlag
»Tagebücher aus dem Meer«
Mitten im Zweiten Weltkrieg betritt der 24-jährige Paul Winter, vermeintlich glücklich verheiratet, zum ersten Mal das U-Boot U 130. Dessen Kapitän Joachim Jensen wird für seine Gelassenheit in jeglicher Situation geschätzt, muss seine Homosexualität jedoch aufgrund des Verbots der gleichgeschlechtlichen Liebe unterdrücken. Trotz der Enge des Bootes – 50 Mann auf knapp 120 Quadratmetern –kommen sich Joachim und Paul bei den Feindfahrten bald unerwartet nahe und die allgegenwärtige, drohende Gefahr des Todes schweißt zusammen. Während der Liegezeit in der Kleinstadt Lorient beginnen die beiden Männer schließlich eine geheime Affäre.

Maikes Debütroman »Tagebücher aus dem Meer«, inspiriert von den Kriegserfahrungen ihres Urgroßvaters, erschien im November 2020 im Himmelstürmer Verlag. Deshalb könnt ihr beim Publikumspreis in der Chromie-Kategorie »Roman« für sie stimmen.

 

07.08.21, 12:00, Sabine Reifenstahl liest die Kurzgeschichte »Unter dem Zauber des Nordlichts«
Sabine Reifenstahl
In Mecklenburg lebend beschäftigt sie sich beruflich mit Zahlen und Fakten, findet in der Freizeit Freude an Sagen und Legenden. Bücher sind seit jeher ihre Leidenschaft, selbst Geschichten erzählen die logische Konsequenz. Als Autorin entführt sie in fremde Welten, zeigt geheimnisvolle Orte oder menschliche Grenzbereiche. Dabei wirbt sie für Toleranz gegenüber dem Leben und der Liebe in allen Facetten.
Zahlreiche ihrer Kurzgeschichten wurden in verschiedenen Anthologien veröffentlicht, das Romandebüt erscheint bald im MAIN-Verlag. Weitere Projekte sind in Vorbereitung.
Homepage: sabinereifenstahl.de
Reifenstahl, Sabine © Volker Granz
MANNigfaltig © Main-Verlag
»Unter dem Zauber des Nordlichts«
Jukkarsjärvi, der Ort, an dem Träume wahr werden.
Chris besucht das Eishotel, den Ort seiner Liebe, und erinnert sich an die Vergangenheit, Zeiten im zusammengezippten Schlafsack, heiße Erlebnisse in einer eisigen Suite. Gefangen vom Zauber der Nordlichter erlebt er nun ein weiteres Wunder.

Diese Kurzgeschichte ist Teil von Sabines Sammlung »MANNigfaltig: Wenn Männer lieben «, erhältlich im Main-Verlag. Sabine ist Anwärterin um den Publikumspreis in der Chromie-Kategorie »Kurzgeschichte«.

07.08.21, 13:00, Hanni Fux liest aus dem Roman »Samuel – einfach richtig«
Hanni Fux
Hanni Fux ist ein Pseudonym, unter dem die Autorin veröffentlicht. Geboren 1968 in Frankfurt a.M., lebt sie seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Bevern, einem kleinen Ort im Süden Niedersachsens. Ihren Beruf als Medizinische Fachangestellte gab sie vor Jahren auf und macht das, was sie liebt: Sie betreut Kinder und schreibt queere Romane aus Überzeugung; bislang wurden zwei veröffentlicht. Ihr Schreibstil ist ebenso offensiv und direkt wie sie selbst. Mit ihren Romanen wirbt sie für mehr Akzeptanz und Toleranz. Sie hasst Schubladendenken und festgelegte Normen der heteronormativen Öffentlichkeit.
Hanni Fux (c) Antonio Kuklik
Samuel – einfach richtig © Main-Verlag
»Samuel – einfach richtig«
Samuel und Jasper kennen sich seit ihrer Kindheit. Eine tiefe Freundschaft verband die beiden. Nur, dass Samuel damals noch Natalie hieß. Zwölf Jahre später treffen sie sich wieder. Was zwischen ihnen steht, sind Jahre der Sprachlosigkeit, aber vor allem ein Missverständnis, das sie beinahe ihre Freundschaft gekostet hätte. Dieses verlorene Vertrauen wieder aufzubauen, erfordert mehr Kraft, als sie für möglich gehalten hätten.
Was macht Männlichkeit aus? Was tiefe Freundschaft? Und was wahre Liebe?

Der Roman »Samuel – einfach richtig« erschien im Oktober 2020 im Main-Verlag und Hanni freut sich, eure Stimmen beim Publikumspreis in der Chromie-Kategorie »Roman« zu erhalten.

07.08.21, 14:00, Laszlo Hartmann liest die Kurzgeschichte »Meermädchenliebe«
Laszlo Hartmann
Sie zog nach dem Abi nach West-Berlin, lebte in einem von Frauen besetzten Haus und jobbte als erste Türsteherin Kreuzbergs in einer Szenedisko. Nebenbei studierte sie Literaturwissenschaft und Publizistik, stieg quer in die Medienwelt ein und arbeitet seitdem als Redakteurin, Regisseurin, Autorin und in der Öffentlichkeitsarbeit. Sie schreibt und veröffentlicht Kurzprosa und arbeitet an ihrem ersten Roman mit dem Arbeitstitel »Fremde Wellen«.
Homepage: Hauptsache-Geschichten.com
© Laszlo Hartmann
Meerjungfrauen © Independent Bookworm
»Meermädchenliebe«
Es war einmal ein Meermädchen, die vielleicht letzte ihrer Art, sie lebte meermädchenseelenallein am kalten Polar und wollte unbedingt ein Menschenmädchen werden, hatte allerdings immerzu ein Aber. Sie verliebte sich einfach in keinen der Menschenmänner, die in der Arktis forschten. Als sie eines Tages auf einem Forschungsschiff zwei Frauen entdeckte, die »ineinander verschlungen bebten, glitschten, pulsierten«, konnte sie zuerst nicht glauben, was sie sah. Kein Aber in Sicht!

»Meermädchenliebe« ist im Juni 2020 in der Anthologie »Meerjungfrauen – Das geheime Leben der Fabelwesen« im Independent Bookworm Verlag erschienen. Deswegen tritt Laszlo beim Publikumspreis um den Chromie in der Kategorie »Kurzgeschichte« an.

07.08.21, 15:00, Thomas Pregel liest aus dem Roman »Der Erste von uns«
Thomas Pregel
Er wurde 1977 in schleswig-holsteinischen Bad Segeberg geboren und wuchs im beschaulich-schönen Dorf Schönböken auf (das in seiner Holsteiner Trilogie sein literarisches Pendant namens Kaltsommer erhielt). Nach Abitur und Zivildienst zog er zwecks Studiums der Judaistik, Soziologie und Mittelalterlichen Geschichte nach Berlin. Dort lebt er auch heute noch und arbeitet als freier Lektor, Dozent und Lehrer. Und er schreibt: seit seinem 12. Lebensjahr Romane, Novellen und Kurzgeschichten, viele davon bereits veröffentlicht. Nachdem er lange beim Größenwahn Verlag war, ist er im März 2021 mit seinem Werk zum MAIN Verlag umgezogen.
Homepage: thomaspregel.de
© Thomas Pregel
Der Erste von uns © Größenwahn Verlag
»Der Erste von uns«
Armin, 69, Karola, 67, Rolf, 63, und Gundula, 58, haben gerade ihren Bruder Eckhardt, 65, beerdigt. Sie treffen sich nach der Trauerfeier im Kaminzimmer, als wollten sie nur gemeinsam um ihn trauern. Doch schon bald wird klar, dass sie ein gemeinsames Ziel verfolgen, nämlich sich dessen Erbe zu sichern und es Gerd, dem Lebensgefährten ihres Bruders, abspenstig zu machen.
In seinem kammerspielartigen Gesellschaftsroman lässt Thomas Wunsch und Wirklichkeit, Tugend und Untugend im engsten Familienkreis aufeinandertreffen und zeigt auf, dass guten Absichten nicht immer gute Taten zur Folge haben müssen.

Der Roman »Der Erste von uns« erschien im März 2020 im Größenwahn Verlag und Thomas liest beim Publikumspreis entsprechend in der Chromie-Kategorie »Roman«.

07.08.21, 16:00, Sophie Mrotzeck liest die Kurzgeschichte »Die Kälte im Juni«
Sophie Mrotzeck
2004 als Tochter eines Ost-Berliners und einer 10 Jahre jüngeren schwäbischen Mutter in Stuttgart geboren, ist sie momentan vor allem hinter ihrem Schulabschluss her. Schon seit dem Grundschulalter lenkt sie sich mit ihrer Leidenschaft zu schreiben erfolgreich von der Realität ab. Impressionen aus Psychiatrien, Mobbing und zerrütteten Familienverhältnisse verarbeitet sie in Kurzgeschichten und Gedichten. Erste literarische Veröffentlichungen hatte sie in der Anthologie „Frankfurt Young Stories 2020“ sowie beim Bundesjugendwettbewerb Lyrix im Dezember 2020.
© Sophie Mrotzeck
»Die Kälte im Juni«
Die Liebe, die wir teilen ist das größte auf dieser Welt. Du und ich und alles andere wird egal. Weil ich dich liebe und du mich liebst und wir uns so lieben und alles alles alles gegen uns zu sein scheint und weil wir so brennen und frieren und weil wir weinen und kaum noch wissen, ob vor Glück oder Kummer. Sag mir, wo ich dich finde, wenn du deinen Eltern von uns erzählt hast. Sag mir, wo du bist und ich bin da und wir lieben uns. Sag mir, wo du bist, denn ich kann dich nicht finden.

Die Kurzgeschichte ist bislang noch unveröffentlicht und Sophie ist beim Publikumspreis eine Anwärterin für den Chromie in der Kategorie »Nachwuchs«.

07.08.21, 16:30, Lutz van Dijk über Erinnern in Auschwitz im Buchsalon Ehrenfeld
© Lutz van DijkLutz van Dijk berichtet von aktuellen Entwicklungen rund um das Erinnern in Auschwitz – auch an sexuelle Minderheiten.
Der Eintritt zu der Veranstaltung im Buchsalon Ehrenfeld (Wahlenstr.1, 50823 Köln) ist frei, aber um Voranmeldung an info@buchsalon-ehrenfeld.de wird gebeten.

Die Litfest-Lesung von Lutz van Dijk im Filmforum NRW im Museum Ludwig findet ebenfalls am 07.08. um 19:00 Uhr statt.

07.08.21, 17:00, Armin Wühle liest aus dem Roman »Getriebene«
Armin Wühle
Er studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim sowie Geschichte und Soziologie in Hannover, wo er auch lebt. Er war Finalist des 25. Open Mike und Stipendiat des Klagenfurter Literaturkurses. Als Netzwerker der Queer Media Society setzt er sich für mehr Sichtbarkeit queerer Themen im Literaturbetrieb ein, zuletzt als Mitinitiator der Kampagne #pridebooks2021.
Homepage: arminwuehle.com
Armin Wühle © Maria Weiser
Getriebene © S. Marix Verlag
»Getriebene«
Wie können wir den Missständen in der Welt begegnen? Die Figuren in Armin Wühles Romandebüt »Getriebene« finden darauf verschiedene Antworten – so auch Milo und Mahmu, zwei junge Männer, die sich in den Wirren eines Bürgerkriegs kennen und lieben lernen. Gemeinsam mit einer Gruppe Jugendlicher bringen Sie ein Theaterstück auf die Bühne und erobern sich so ein Stück Hoffnung zurück. Ihr zunächst schamhafter Umgang mit dem eigenen Begehren beginnt sich zu wandeln, angesichts eines Kriegs, »der das Surreale alltäglich werden ließ und das Vertrauen und die Intimität eines anderen Menschen lebensnotwendig machten«.

Der in Bosnien und im Libanon recherchierte Roman »Getriebene« ist im Februar 2021 im S. Marix Verlag erschienen. Beim Publikumspreis gebt ihr Armin eure Stimme in der Chromie-Kategorie »Roman«.

07.08.21, 18:00, Jasmin Schellong liest die Kurzgeschichte »Zwei Grad wärmer«
Jasmin Schellong
☆ geboren in Ingolstadt fast mittig am Weißwurstäquator in einem Jahrzehnt, als Twix noch Raider hieß und Boris Becker noch Jungfrau war (in dubio pro reo)
☆ voll berufstätig an der Uniklinik München, Vollzeitstudentin an der Ludwig-Maximilians-Universität mit noch warmem Bachelorabschluss im Fach Geschichte und aktuellem Master-Studium der Wissenschaftsgeschichte
☆ für sie ist das Schreiben eine Leidenschaft, mit der sie den Kampf gegen ihr Leiden schafft (manchmal)
Jasmin war 2019 Stipendiatin der Bayerischen Akademie des Schreibens, 2020 Gewinnerin der „Nacht der schlechten Texte“ in Villach und erhielt 2021 ein Hamburger-Stadtschreiberstipendium.
© Jasmin Schellong
»Zwei Grad wärmer«
Der Weg eines Mannes, der sich schon immer als solcher Gefühlt hat, dem die Biologie aber etwas anderes erzählen wollte. Glücklicherweise hat er ihr nicht geglaubt. Das war es dann aber auch schon mit den guten Nachrichten. In einer Selbsthilfegruppe erzählt er seine Geschichte, die voller Traurigkeit, Ausgrenzung und Verlust ist. Der Hauptprotagonist fühlt eine Leere tief in sich, wo die Kekskrümel hingehen, wenn man sich verschluckt. Der Text berührt ebenso tief und bleibt auch aufgrund seiner traurig-fröhlichen, anschaulichen Bildsprache lange in den Erinnerungszellen wohnen.

Die Kurzgeschichte erschien 2019 im Rahmen der Bayerischen Akademie des Schreibens, ist aber nicht weiter verfügbar. Aus diesem Grund hat Jasmin beim Publikumspreis eine Chance auf den Chromie in der Kategorie »Nachwuchs«.

07.08.21, 19:00, Lutz van Dijk liest aus dem Roman »Kampala – Hamburg«
Lutz van Dijk
Der deutsch-niederländischer Schriftsteller, Historiker und Menschenrechts-Aktivist, vor allem für sexuelle Minderheiten (u.a. auch in der Gedenkstätte Auschwitz), wurde 1955 in Westberlin geboren, war später als Lehrer in Hamburg und Mitarbeiter im Anne-Frank-Haus in Amsterdam tätig. Seit 2001 lebt er mit seinem Mann in einem Township bei Kapstadt, wo beide ein Haus für von Aids betroffene Kinder und Jugendliche aufgebaut haben. Meist geht er zwei Mal im Jahr auf Lesetour durch die Niederlande und Deutschland.
Er erhielt mehrere Auszeichnungen, u.a. den Jugendliteraturpreis von Namibia (1997), Gustav Heinemann Friedenspreis (2001), Rosa Courage Preis (2003) und die Poetik-Ehrenprofessur der Universität Oldenburg (2009).
Homepage: lutzvandijk.co.za

Lutz van Dijk berichtet ebenfalls am 07.08. um 16:30 Uhr im Buchsalon Ehrenfeld von aktuellen Entwicklungen rund um das Erinnern in Auschwitz – auch an sexuelle Minderheiten.

© Lutz van Dijk
Kampala – Hamburg © Querverlag
»Kampala – Hamburg. Flucht und Liebe zwischen zwei Kontinenten«
Klar ist das nur ein verrückter Zufall, dass beide David heißen: David aus Hamburg, elfte Klasse in einer Gesamtschule und wegen einmal Sitzenbleiben schon 18 – und David aus Kampala, der Hauptstadt Ugandas, der erst 16 ist, aber weiß, dass er weg muss. Um jeden Preis. Überhaupt kein Zufall ist, wie sie einander finden: im Internet, wo sich David aus Kampala auf Planet Romeo durchklickt zu David in Hamburg, weil in seinem Profil etwas steht, das in Kampala zu sieben Jahren Gefängnis führen kann: »Ich unterstütze die Rechte sexueller Minderheiten in Afrika!«
David in Kampala lässt dieser Satz nicht mehr los. Er weiß, dass er im Knast enden kann, wenn er nicht bald wegkommt aus Uganda. Falls ihn nicht schon vorher fanatische Christen lynchen – wie seinen Freund Isaac. David hat keine Zeit zu verlieren. Wird David aus Hamburg am Ende Wort halten?

Der Roman »Kampala – Hamburg« erschien 2020 beim Querverlag und ist für den Preis der Jugendjury beim Deutschen Jugendliteraturpreis 2021 nominiert. Beim Publikumspreis macht sich Lutz zudem Hoffnungen auf den Chromie in der Kategorie »Roman«.

07.08.21, 19:30, Litfest homochrom präsentiert die Online-Lesung von Vladlen Schklover bei #allabendlichqueer
Die Literatunten veranstalten seit über einem Jahr die tägliche Online-Lesereihe #allabendlichqueer. Die Veranstaltung am 06.08.21 mit dem Autor Vladlen Schklover findet live aus Köln statt.
An allen drei Litfest-Tagen kann sich das Publikum zu der als Videokonferenz stattfindenden #allabendlichqueer-Online-Lesungen einloggen.

Vladlen Schklover
hat in London Musik sowie Schauspiel studiert und anschließend eine Weiterbildung im Bereich Tontechnik gemacht. Nach verschiedenen Auftritten in London und Berlin arbeitet Vlad aktuell an eigenen Projekten, darunter auch literarische.
Vladlen ist eins der Nachwuchstalente des Litfests homochrom.
© Vladlen Schklover
»Survival Mode«
Ein junger, homosexueller Mann sammelt in Düsseldorf seine ersten Erfahrungen, vom ersten Date, dem ersten Besuch einer Gay-Bar, dem ersten Cruising bis hin zur ersten Beziehung. Auf seiner Reise voller Emotionen, Chaos, Ängsten und der Suche nach dem Glück versucht er, sich selbst zu schützen, und entwickelt seine Überlebensstrategien, den Survival Mode.

Diese Kurzgeschichte ist noch unveröffentlicht.

07.08.21, 20:00, Nora Eckert liest aus der Autobiografie »Wie alle, nur anders«, Chromie-Gewinnerin
Nora Eckert
Die Publizistin war lange Zeit als Opernkritikerin tätig. Es entstanden eine Reihe von Büchern mit opern- und theatergeschichtlichen Themen, u.a. über Richard Wagners »Ring des Nibelungen«, zum Bühnenbild im 20. Jahrhundert, über Georg Büchner und Hamlet. Sie ist seit 2019 trans*aktivistisch unterwegs und seit 2020 im Vorstand des Vereins TransInterQueer e.V. in Berlin.
Homepage: nora-eckert.de
Nora Eckert © Hassan Taheri
Wie alle, nur anders © C. H. Beck
»Roman«-Chromie: Nora Eckert
»Wie alle, nur anders. Ein transsexuelles Leben in Berlin«
Ein Neunzehnjähriger zieht 1973 nach West-Berlin, um der Bundeswehr zu entgehen. Sofort verfällt er dem rauen Charme der heruntergekommenen Halbstadt. Vor allem aber begreift der vermeintlich schwule Mann, dass er transsexuell ist. Mit großer Selbstverständlichkeit, Witz und Lakonie erzählt Nora Eckert von ihrem Geschlechterwechsel: vom anfänglichen Spießrutenlauf beim Kleiderkauf über die Selbstbehandlung mit Hormonen bis zum Glücksgefühl, eine »dritte Möglichkeit« zu leben.

Noras Autobiografie »Wie alle, nur anders« erschien im Februar 2021 bei C. H. Beck. Ihre Lesung hat das Publikum dermaßen verzückt, dass sie den Chromie in der Kategorie »Roman« erhalten hat.

07.08.21, 21:00, Martin Schnick liest aus dem Roman »Am anderen Ende der Schwerkraft«
Martin Schnick
wurde 1966 in Andernach geboren, hat in Mainz, Bonn und Paris Germanistik, Philosophie und Romanistik studiert. Anschließend arbeitete er als Dramaturg, Regisseur, Bühnenautor in Köln, Bonn und Berlin. Er hat u.a. Stücke von Eugène Labiche aus dem Französischen übersetzt und eigene Bühnenstücke unter dem Pseudonym Martin Rubin verfasst. Sein Monolog »Störwerk« wurde an vielen Off-Bühnen gespielt und erhielt auf dem New Yorker Fringe Festival einen Kritikerpreis. Zurzeit steht seine Inszenierung »Beuchleins bittere Beichte« auf dem Spielplan des Horizont-Theaters in Köln. Sein Buch »Entweder die Tapete verschwindet oder ich!« erschien 2020 im Charles Verlag. Martin Schnick lebt in Köln und ist als Werbetexter, Theaterregisseur und Autor tätig.
© Martin Schnick
Am anderen Ende der Schwerkraft © Größenwahn Verlag
»Am anderen Ende der Schwerkraft«
Tristan besucht seinen besten Freund Julian, der seit Monaten in einer schweizerischen Psychiatrie einsitzt. Julian, Sohn steinreicher Eltern, ist über seine Kokainsucht schizophren geworden. Beide Freunde haben sich 1990 zu Beginn des Studiums in Bonn kennengelernt. Zwei Freunde, wie sie unterschiedlicher kaum sein können: Auf der einen Seite Tristan, schwul, introvertiert und depressiv und auf der anderen Seite der heterosexuelle und lebenslustige Julian, ein Dandy und Entertainer. Beide haben einen gemeinsamen Traum: Sie wollen Schriftsteller werden. Doch mit der Zeit läuft für beide das Leben aus dem Ruder, übernehmen Drogen die Hauptrolle. Am Ende unternimmt Julian einen Fluchtversuch aus der Anstalt und Tristan wird das Opfer einer homophoben Gewalttat.

Der Roman »Am anderen Ende der Schwerkraft« wird im Frühjahr 2022 im Größenwahn Verlag erscheinen. Weil der Vertrag schon unterschrieben ist und Martin definitiv kein Nachwuchs ist, liest er beim Publikumspreis in der Chromie-Kategorie »Roman«.

07.08.21, 22:00, Miss Tiffany Sterling liest aus dem Roman »Alltag einer Drag Queen«
Miss Tiffany Sterling
Ich bin die glorreiche, absolut fabelhafte, wun-der-bare Miss Tiffany Sterling – und sehr bescheiden.
Am 29. März vor 19 Jahren erblickte ich das Licht dieser abgewirtschafteten Welt. Oder 1990. Aber auf gar keinen Fall früher! Niemals! Nicht, dass noch jemand annimmt: ich sei alt.
Ich performe atemberaubende Bühnenshows in der Drag-Revue, bin sehr begehrt und amüsiere mich mit meinen abstoßenden Freundinnen, meinem Agenten und jeder Menge Alkohol. Selbstverständlich trinke ich am liebsten Cosmopolitan, aber mit Singapore Slings bereitet man mir ebenfalls Freude – und im Anschluss revanchiere ich mich … wenn du heiß bist.
© Miss Tiffany Sterling
Alltag einer Drag Queen © Main Verlag
»Alltag einer Drag Queen«
Zu sagen, Miss Tiffany Sterling sei erfolgreich, talentiert, oder ansatzweise gut, wäre gelogen. Sie ist pleite, geschmacklos und kann sich nicht schminken. Da kann man es schon mal mit dem Schreiben versuchen. Da muss man nicht mal vor die Tür gehen. Außerdem besitzt man dadurch die beste Ausrede für exzessiven Alkoholkonsum.
Ob wir wissen möchten, wie sie sich mit ihrer besten Freundin den Körper enthaart oder nicht, scheint ihr egal zu sein. Sie wird es trotzdem erzählen. Schonungslos auch sich selbst gegenüber. Bis auf ihr Alter. Da lügt sie bis zum Morgengrauen!

Der Roman »Alltag einer Drag Queen« erschien 2020 im Main Verlag und Miss Tiffany macht sich beim Publikumspreis besonders hübsch für den Chromie in der Kategorie »Roman«.

 

08.08.21, 10:00, Inge Lütt liest die Kurzgeschichte »Take Back the Night«, Chromie-Gewinnerin
Inge Lütt
wurde 1959 in Köln geboren, mit entsprechenden Konsequenzen auf Gemütszustand und Sprache. Nach Stationen in Thüringen und Österreich lebt sie mittlerweile in der Schweiz, wo sie Luxus verkauft.
Ein erster literarisch gemeinter Versuch entstand 1966. Das mit ihrer Schwester, die schon schreiben konnte, begonnene Silvestergedicht scheiterte jedoch in seiner 4. Zeile, da Inge Deutschrap noch nicht kannte und daher »wunderbar« nicht als Reim auf »sah« akzeptierte. Inzwischen verzichtet sie weitestgehend darauf, Lyrik schreiben zu wollen, kann jedoch schon so einige Printveröffentlichungen vorweisen. Ihr zweiter Roman erscheint Anfang 2022.
Inge Lütt © Carmela Palazzo
»Kurzgeschichte«-Chromie: Inge Lütt
»Take Back the Night«
Eine lesbische Single jenseits der Vierzig besucht den Frauenschwof im Bahnhof Langendreer in Bochum am Vorabend zum 1. Mai. Gerne würde sie dort der nächsten Frau ihres Lebens begegnen, aber sie glaubt nicht mehr daran, dass das ausgerechnet an diesem Abend geschehen wird. Zunehmend fühlt sie sich fremd in dem Gedränge und beneidet gleichzeitig die Feierlaune deutlich jüngerer Frauen, die – das Impfzertifikat abrufbar im Smartphone – als Rudel auf die Jagd gehen. Will sie selbst Beute sein oder Jägerin? Und muss sie das entscheiden, bevor diese Walpurgisnacht vielleicht doch noch magisch werden kann? Ein Absacker an der Bar soll es klären.

Eine frühere Fassung von »Take Back the Night« wurde 2009 in der Anthologie-Reihe »Mein lesbisches Auge« veröffentlicht. Mit ihrer Lesung hat Inge das Publikum dermaßen überzeugt, dass sie den Chromie in der Kategorie »Kurzgeschichte« erhalten hat.

08.08.21, 11:00, Elisabeth Etz liest die Kurzgeschichte »Stadt Land Fluss«
Elisabeth Etz
wurde 1979 in Wien geboren, wo sie nach Lebensabschnitten in Berlin und Istanbul jetzt auch wieder lebt. Sie hat irgendetwas mit Literatur studiert, arbeitet jetzt in einer feministischen Beratungs- und Bildungseinrichtung für Migrantinnen und ist Mitgründerin des Vereins sicht|bar – Verein für emanzipatorische (Wieder)Aneignung von Literatur. Sie schreibt Kurzgeschichten für Erwachsene und Bücher für Jugendliche (entgegen weitverbreiteten Annahmen können die nämlich immer noch lesen). Neben mehreren Büchern wie »Alles nach Plan« oder »Morgen ist woanders« hat sie auch das Theaterstück »Wie ihr uns wollt« geschrieben.
Elisabeth Etz © Tina Reiter - Tyrolia
»Stadt Land Fluss«
Sebastian hat sich Hals über Kopf in Louis verliebt. Auch wenn Louis seine Gefühle zu erwidern scheint – einfach ist das alles nicht. Denn Sebastian lebt gerne in dem kleinen Ort, aus dem er kommt – aber müssen Schwule nicht in die Stadt, wo es Saunas, Partys und Opernhäuser gibt? In der Großstadt ist man viel freier, findet Louis, der nach Berlin abhauen will, sobald er kann. Dort könnte Sebastian auch problemlos seinem Berufswunsch Frisör nachgehen, ohne gleich in eine Schublade gesteckt zu werden. Denn für die Leute am Land ist man als schwuler Frisör doch ein wandelndes Klischee, oder? Kann man außerdem wirklich schwul sein, wenn man gerne am Land lebt, seine Familie mag und lieber Milch trinkt als Bier?

»Stadt Land Fluss« belegte beim Wortlaut-Preis 2020 den dritten Platz und wurde in der dazugehörigen Anthologie »FM4 Wortlaut 20. Kontakt« veröffentlicht. Beim Publikumspreis stimmt ihr für Elisabeth in der Chromie-Kategorie »Kurzgeschichte«.

08.08.21, 12:00, Jörgen Bracker liest aus dem Manuskript »Waffenschmugglers Himmelfahrt«
Prof. Dr. Jörgen Bracker
1936 geboren studierte er Klassische Archäologie, Alte Geschichte, Vor- und Frühgeschichte. Er war als Oberkustos Ausgrabungsleiter am Römisch-Germanischen Museum in Köln sowie Direktor und Professor am Museum für Hamburgische Geschichte. Zwischen 1976-2001 organisierte er rund 20 Ausstellungen zur Polit- und Kulturgeschichte Hamburgs und schrieb die dazugehörigen Kataloge. Seit seinem Ruhestand schreibt er nicht nur historische Sachbücher, sondern auch literarisch, z.B. »Zeelander, der Störtebeker« oder »Reliquien von Lissabon«.
Homepage: joergen-bracker.com
Jörgen Bracker © Romanus Fuhrmann
»Waffenschmugglers Himmelfahrt – oder die Macht der Musik«
Nach dem Prager Fenstersturz, der Absetzung des katholischen Königs durch den Böhmer Landtag, flieht der jetzt Winterkönig genannte Calvinist Friedrich V. von Böhmen vor den überlegenen Rächern der Gegenreformation nach Hamburg. Ihn begleitet der wunderbare Sänger Václav Jessenius. Sein Konzert in Hamburg mit Dowland-Liedern entflammt den jungen, farbigen Fährtenleser Jonas, der ihn zur Ausspähung von Waffenschmugglern mitnimmt und den Geliebten Václav unwillentlich dazu inspiriert, den zur Ausreise eines Waffenschmugglers nach Malaga bestimmten Frachter in die Luft zu jagen, um die getöteten Calvinisten sowie seinen Vater zu rächen.

Das Manuskript »Waffenschmugglers Himmelfahrt« ist noch unveröffentlicht, doch tritt Jörgen beim Publikumspreis um den Chromie in der Kategorie »Roman« an.

08.08.21, 13:00, Lydia Kray liest die Kurzgeschichte »Am Bahnsteig«
Lydia Kray
Die queer-lesbische Autorin, Medienwissenschaftlerin und feministische Aktivistin beschäftigt sich literarisch mit gebrochenen Naturverhältnissen sowie Zugängen zu Körper und Begehren. Als Medienwissenschaftlerin beschäftigt sie sich lehrend und forschend mit ge-queerten Naturverhältnissen und feministischen Perspektiven auf Gegenwartskunst.
© Lydia Kray
Die Riesin © Edition Assemblage
»Am Bahnsteig«
Die Geschichte einer Zufallsbegegnung zweier Frauen. Der Text handelt von der Möglichkeit, sich über Literatur nahe zu kommen. Die beiden Protagonistinnen erkunden den erotischen und emotionalen Raum, der über das Teilen von Texten entsteht. Als sie sich als Fremde am Bahnhof begegnen, überwinden sie die Unsicherheit, beide nicht direkt als lesbisch lesbar zu sein und gehen das Risiko ein, trotzdem miteinander zu flirten und einen Nachmittag miteinander zu verbringen, der vom Vorlesen geprägt ist.

»Am Bahnsteig« ist just im Juni 2021 im Gedichtband »Die Riesin / The Raisin / El Retiro« bei der Edition Assemblage erschienen, den Lydia mit ihrer Partnerin und verschiedenen queeren Künstler*innen gemeinsam gestaltet hat. Beim Publikumspreis liest sie in die Chromie-Kategorie »Kurzgeschichte«.

08.08.21, 14:00, Nadja Kobler-Ringler liest aus dem Roman »Operation Forever K«
Dr. Nadja Kobler-Ringler
Nach anfänglich pädagogischem (Germanistik, Geografie und Sozialwissenschaften), später juristischem Studium ist sie seit 2004 Inhaberin der Kanzlei Kobler. 2011 folgte die Promotion an der Fernuniversität Hagen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im rechts- und wirtschaftshistorischen Bereich, daneben ist sie tätig als Dozentin, Autorin/Ghostwriterin und freie Lektorin für unterschiedliche Verlage. Von queeren Freunden wird sie aufgrund ihres Lebensumfelds/-wandels gerne spaßhaft als boo (boring ordinary other) bezeichnet; gelegentlich bekommt sie großzügig das »+« überlassen, um nicht so aufzufallen.
Die Sparkassenkauffrau und Juristin veröffentlicht literarische Texte unter dem Pseudonym Georgie Severin.
© Nadja Kobler-Ringler
»Operation „Forever K“«
Eine queere WG sucht einen neuen Mitbewohner und landet bei Katharina, genannt K. Die wirbelt die eingefahrenen Wege der vier schnell so erfolgreich durcheinander, dass die Jungs beschließen, dafür zu sorgen, dass ihnen ihre Fee für immer erhalten bleibt. Dank eifrig bedienter Vorurteile vertreiben sie fortan jeden Mann, den sie für an K interessiert halten. So wird die Operation »Forever K« zum Erfolgsrezept. Auch Simon, der neuste WG-Kumpel, wird eingeweiht. Der ist schließlich ebenso queer wie sie selbst, befinden die Jungs nach umfangreicher Begutachtung. Als ihnen erste Zweifel kommen, ist die Katastrophe nicht mehr aufzuhalten. Droht der WG das endgültige Aus?

Der Roman wird vsl. zur Frankfurter Buchmesse im Oktober 2022 unter dem Pseudonym Georgie Severin im Main-Verlag erscheinen. (Vorbestellungen möglich unter: »order@main-verlag.de). Weil dies ihr Romandebüt sein wird, stimmt ihr für sie beim Publikumspreis dennoch in der Chromie-Kategorie »Nachwuchs« ab.

08.08.21, 15:00, Saskia Diepold liest aus dem Roman »Hinter dem Nebel«
Saskia Diepold
Fantastische Welten, ein bisschen (viel) Liebe und nichts Geringeres als die Rettung der Welt.
Saskia, Jahrgang 1983, hat schon früh angefangen, die eigenen Ideen auf Papier zu bannen. Besonders heimisch fühlt sie sich dabei im Genre Fantasy. 2019 veröffentlichte sie gemeinsam mit Kati Hyden den Roman »Das Erwachen der Götter – Der Blutschwur«, 2021 folgte der Fantasyroman »Hinter dem Nebel«. Geplant sind sowohl eine Fortsetzung zu »Das Erwachen der Götter«, als auch weitere fantastische Geschichten, die den Leser in immer neue Welten entführen.
Saskia Diepold © Christian Diepold
Hinter dem Nebel © Saskia Diepold
»Hinter dem Nebel«
Denk an die oberste Regel! Erzähle niemandem davon! Jahrelang wurde Lias dieses Gebot eingebläut. Keine Menschenseele soll von der Gabe erfahren, die ihn mit seinem Ziehvater Sam verbindet. Aber ist es gerecht, dass Lias in den Gedanken seines Freundes lesen kann wie in einem offenen Buch, während er selbst so ein großes Geheimnis mit sich herumträgt? In einer schicksalsträchtigen Nacht entschließt er sich dazu, die oberste Regel zu brechen und seinem Freund Arian endlich die Wahrheit über sich zu erzählen. Dabei ahnt er nicht, welche Ereignisse er damit in Gang setzt…

Saskia hat ihren Roman »Hinter dem Nebel« im Mai 2021 im Selbstverlag über Amazon veröffentlicht und wir finden, beim Publikumspreis verdient sie eine Chance auf den Chromie in der Kategorie »Nachwuchs«.

08.08.21, 16:00, Johannes Lemm liest die Kurzgeschichte »Das grüne Gummibärchen«
Johannes Lemm
Johannes lebt im Herzen Kölns und arbeitet im Marketing. In seiner Freizeit widmet er sich Serien, Büchern und Filmen. Er schreibt Kurzgeschichten und arbeitet aktuell an seinem ersten Roman.
© Johannes Lemm
»Das grüne Gummibärchen«
Der 22-jährige Kodi ist im Knast gelandet und verrät uns nach und nach, wie er dorthin gekommen ist. Eine entscheidende Rolle spielt dabei sein letztes Date Marvin. Kodi reflektiert über sein Leben und fragt sich, wie er aus dem Schlamassel wieder hinausfindet.

Die Kurzgeschichte war in einer früheren Fassung für kurze Zeit im Selbstverlag veröffentlicht, ist aber nicht mehr erhältlich. Beim Publikumspreis tritt Johannes deswegen um den Chromie in der Kategorie »Nachwuchs« an.

08.08.21, 17:00, Jobst Mahrenholz liest aus dem Roman »Tullio«
Jobst Mahrenholz
Er wurde geprägt von einem Studium der Kulturpädagogik mit dem Schwerpunkt kreatives Schreiben, Literatur und Kunst. Im Anschluss machte er eine Ausbildung zum Rundfunkjournalisten. Anschließend arbeitete er sieben Jahre lang als Nachrichtenredakteur beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Seit 2007 widmet er sich dem Schreiben von Kurzgeschichten sowie Romanen, von denen ein halbes Dutzend, z.B. »Lucas Rezepte«, »Herzberührer«, »Der linke Fuß des Gondoliere« oder »Eine Ahnung von Pan« veröffentlicht wurden.
Jobst Mahrenholz © Antonio Kuklik
Tullio © Main-Verlag
»Tullio«
Und zum ersten Mal in meinem Leben stelle ich fest, dass ich wirklich dringend etwas wissen möchte. Dass es mir wichtig ist, mehr darüber zu erfahren. Aber ich frage nicht. Aus demselben Grund, aus dem ich nicht bereit bin, ihm zu antworten. Es ist zu persönlich. Aber eines ist passiert: Ich bin ihm nah, plötzlich. So fühlt es sich zumindest an.
Eine Geschichte um eine große Freundschaft und das Streben nach Selbstbestimmtheit. Letzteres zwingt Tullio Tebaldi zu einem drastischen Schritt, der eine ganze Familie zu zerstören droht.

Der Roman »Tullio« wurde im Mai 2020 vom Main-Verlag veröffentlicht. Beim Publikumspreis freut sich Jobst über eure Stimme in der Chromie-Kategorie »Roman«.

08.08.21, 18:00, Aimée Goepfert liest den Monolog »Ungeschminkt über den Wolken«
Aimée Goepfert
Die in Potsdam lebende deutsche Schauspielerin wurde 1984 in Lübeck geboren und spielte seit 2002 in verschiedenen Theater- und Fernsehproduktionen mit. Seit 2020 produziert sie experimentell ihre eigenen Filme allein vor und hinter der Kamera. Außerdem widmet sie sich leidenschaftlich dem literarischen Schreiben und in den letzten Jahren wurden über ein Dutzend lyrische Arbeiten und Kurzprosa veröffentlicht.
Homepage: aimee-goepfert.de
© Aimée Goepfert
»Ungeschminkt über den Wolken«
Eine Frau entdeckt für sich einen geheimnisvollen Ort, wo sie so sein darf, wie sie ist: nackt. Sie erkennt immer mehr, dass jede Beschränkung, die sie sich selbst gibt, sie immer mehr loslassen darf, um sich selbst zu entdecken: egal welches Geschlecht, egal welche Sexualität, nichts zählt für den Moment mehr, als ihrem Gefühl zu folgen.

Der Monolog ist bisher nicht veröffentlicht, aber ein Monologfilm, der zu teilen autobiographisch auf diesem Text beruht, feierte 2020 seine Premiere als Vorfilm auf dem Pornfilmfestival in Berlin. Aimée ist beim Publikumspreis für den Chromie in der Kategorie »Nachwuchs« nominiert.

08.08.21, 19:00, Thomas Schmale liest den Monolog »care leaver«, , Chromie-Gewinner
Thomas Schmale
Der 1996 Geborene studiert Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim. Als Performer rollt er mit seiner Show »b.« im LOT-Theater Braunschweig in Rollschuhen über die Bühne und als Theaterpädagoge inszeniert er mit Jugendlichen »sex education« am stellwerk junges Theater Weimar. Er arbeitet bei SCHLAU Hildesheim e.V., einem Aufklärungs- und Antidiskriminierungsprojekt zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, und am Waldschlösschen in Göttingen bietet er einen Empowerment-Workshop für junge, queere Menschen an. Thomas mag am liebsten Auberginenstreifen in Tomatensoße.
Thomas Schmale © Simon Vorgrimmler
»Nachwuchs«-Chromie: Thomas Schmale
»care leaver«
Alle kennen die Geschichte von den Jungens in Heimen, die sich einander einen runterholen. Raw. Geil. Niemand weiß, dass b. sexuell missbraucht wurde. Würde b. auspacken, könnten pädagogische Institutionen einpacken. Noch bin ich zu klein für großes Theater, denkt er. Als er dann doch den Schritt auf die Bühne wagt, also ans Lesepult, stolpert er erst einmal über seine Clownschuhe. Das amüsiert die Leute, die Show beginnt.

Thomas hat den Monolog im April 2021 als Performance unter dem Titel »b.« beim Festival Schredder am Theaterhaus Hildesheim uraufgeführt. Mit seiner Nachlese beim Litfest homochrom hat er das Publikum überzeugt und den Chromie in der Kategorie »Nachwuchs« erhalten.

08.08.21, 19:30, Litfest homochrom präsentiert die Online-Lesung von Martin Wolkner bei #allabendlichqueer
Die Literatunten veranstalten seit über einem Jahr die tägliche Online-Lesereihe #allabendlichqueer. Die Veranstaltung am 06.08.21 mit dem Autor Martin Wolkner findet live aus Köln statt.
An allen drei Litfest-Tagen kann sich das Publikum zu der als Videokonferenz stattfindenden #allabendlichqueer-Online-Lesungen einloggen.

Martin Wolkner
Nach einem sprach- und filmwissenschaftlichen Studium kam Martin 2009 auf die verrückte Idee, die Filmreihe homochrom in Dortmund zu gründen, aus der sich das zweitgrößte queere Filmfest in Deutschland und nun das Litfest homochrom entwickelt hat – selten blöde, denn eigentlich wollte er schon seit seiner Jugend Schriftsteller werden, schrieb anfangs Gedichte, mit 19 seine erste Novelle, »Wo Wolken enden«, während des Studiums seinen ersten Roman, »Morgenreport« und noch vor homochrom den zweiten, »Vollmondbraut«. Weil er neben der Festivalarbeit als Übersetzer, Journalist, Filmkritiker und -untertitler tätig war, blieb keine Zeit zur Verlagssuche, weshalb er seine bisherigen Werke schließlich im Eigenverlag rausgehauen hat. Doch seit einiger Zeit arbeitet Martin wieder fleißig an ambitionierteren Romanen, von denen er zwei noch dieses Jahr abschließen wird. Und wer weiß, vielleicht klappt’s irgendwann doch mit der Schriftstellerkarriere – besser beim Traumnachjagen draufgehen, denn ’nen anständigen Job kann ja jeder.
Homepage: wolkner.com
© Martin Wolkner
Morgenreport © Martin Wolkner
»Morgenreport – Meine EuroPride-Fiesta in Köln«
Es ist 2002 und über eine Million Menschen feiern den EuroPride in Köln. In dieses Getümmel stürzen sich die drei besten Freunde Disco, Jazz und Spray. Sie sind junge Singles, schwul, lesbisch und hetero und definitiv in Flirtlaune. Ob beim Straßenfest in der Altstadt, beim Ausgehen auf CSD-Partys oder während der Parade am Sonntag, unweigerlich verlieben und verlieren sie sich in der Menge. Doch spätestens beim gemeinsamen Frühstück müssen sie einander von den Solo-Abenteuern berichten, die ihnen widerfahren sind…
Direkt im Nachgang an den EuroPride verdichtete Martin wahre Begebenheiten und frische Eindrücke in dramatisierter Form– ein authentischer Rückblick auf das Ausgehverhalten paarungswilliger queerer Großstädter in Zeiten vor Smartphones, Dating-Apps und sozialen Plattformen.

Der Roman »Morgenreport – Meine EuroPride-Fiesta in Köln« wurde im Juli 2019 zum 50. Jubiläum der Stonewall-Aufstände im Selbstverlag veröffentlicht.

08.08.21, 20:00, Jan Ranft liest die Kurzgeschichte »Frittierte Sonnenstrahlen«
Jan Ranft
1974 in Rheinland-Pfalz geboren, lebt und arbeitet er als Mediengestalter im Saarland. Von 2007 bis 2012 bloggte er im Studio-3-Podcast zu schwulen Themen. Sein Erstlingswerk »Himbeerjoghurt« (2012) erschien 2018 in erweiterter und überarbeiteter Neuauflage unter dem Titel »Himbeerjoghurt mit Sahne«. Die Fortsetzung »Zitronenjoghurt mit Buttermilch« folgte 2020. Insgesamt hat er in seinen Büchern 122 Kurz- und Kürzestgeschichten veröffentlicht.
Jan Ranft © Faris Allahham
Zitronenjoghurt mit Buttermilch © tredition
»Frittierte Sonnenstrahlen«
Wir schreiben das Jahr 1985. Sandra hat einen Nummer-1-Hit mit »Maria Magdalena«, die Jugendlichen lesen heimlich »Liebe, Sex und Zärtlichkeit« in der BRAVO, der WDR strahlt die erste Folge der Lindenstraße aus, und Frank aus Stuttgart verliebt sich zum ersten Mal auf einer Kirmes…

»Frittierte Sonnenstrahlen« ist im März 2020 in Jans Buch »Zitronenjoghurt mit Buttermilch – 69 böse, komische und wunderbare Geschichten aus der Schwulenwelt« im Selbstverlag bei tredition erschienen. Beim Publikumspreis ist Jan ein Anwärter für den Chromie in der Kategorie »Kurzgeschichte«.

08.08.21, 21:00, Joey Juschka liest die Kurzgeschichte »Primärwut«
Joey Juschka
lebt in Berlin, zieht gern durch die Straßen, die dunklen Ecken, auch mal die hellen, beobachtet, beschreibt: die Menschen, besonders die queeren, LBGTQI* und poly und kink. Und manchmal beschreibt Joey nicht nur, sondern verbessert auch gleich, via Weltverbesserungsliteratur: »Die Welt, verbessert« – fiktive Lösungen für reale Probleme.
Fiktive Lösungen nur – aber gerade Literatur kann Optionen aufzeigen, Geschichten erzählen von Alltag, Gesellschaft und Welt, wie die wäre, wäre alles ganz anders. Nicht immer sind diese Lösungen ernst gemeint: dann wiederum aber doch. Und wie! Gratwanderung an der Grenze von Möglichkeiten, Optionen, Normalität, nachzulesen auf dieweltverbessert.de.
© Joey Juschka
Wenn im Norden das Licht schmilzt © Konkursbuch
»Primärwut«
Primärbeziehung, Sekundärbeziehung, Nebenpartner*innen ersten Grades, zweiten Grades – oh, all diese Optionen! Und das Problem: Homo-Ehe schön und gut, so wie sie existiert (auch wenn es da teils noch immer mit kompletter Gleichberechtigung zur Hetero-Version hapert). Aber was ist mit Beziehungen, die mehr als zwei Leute involvieren? Deren Absicherung gegen die Risiken des Lebens?
Die Lösung: »Primärwut«, eine Weltverbesserungskurzgeschichte aus der Reihe »Die Welt, verbessert« – fiktive Lösungen für reale Probleme. Gewinnertext »Bester Humor«, Sparte Queer, Literaturwettbewerb Wortrandale 2019. Fliegende Eifersuchtsteller inbegriffen!
»Primärwut« wurde im November 2019 in der Anthologie »Wenn im Norden das Licht schmilzt« bei Konkursbuch veröffentlicht und beim Publikumspreis liest Joey last but not least in der Chromie-Kategorie »Kurzgeschichte«.

MODERATION

Fabienne Stordiau-River

 

© Daniel Kasper
Daniel Kasper
Ich bin Daniel aus Köln, 34 und man könnte mich durchaus als vielseitig beschreiben. Wenn ich gerade keine Verbrechen bekämpfe, befasse ich mich entweder mit Horoskopen oder moderiere unter anderem Radioshows oder Literaturmessen. Apropos Horoskope: Aus astrologischer Sicht ist der Zeitpunkt für das Litfest homochrom gut gewählt. Mit Planet Merkur im Zeichen Löwe steht das geschriebene Wort in der Blüte der Kreativität und auch den hinter den Werken stehenden Autoren soll die nötige Aufmerksamkeit gebühren – sie brauchen eine Bühne. Da ich selbst für gewöhnlich überwiegend Fachliteratur lese, freue ich mich sehr auf etwas Abwechslung und Vielfalt aus der Bücherwelt.
Homepage: astrosprech.de

FÖRDERER des Litfests homochrom

Litfest homochrom wird im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V. gefördert.


PARTNER des Litfests homochrom