CODEBREAKER (NRW-Premiere)

Das Filmfest homochrom 2013 zeigt diese Drama-Doku über Alan Turing (1912-1954), einem der brillantesten Köpfe des 20. Jahrhunderts, dessen Homosexualität zu seinem Verhängnis wurde:

CODEBREAKER (NRW-Premiere)

(GB 2011, 81 min, Regie: Clare Beavan & Nic Stacey, OmU, mit Ed Stoppard, Henry Goodman)

 
Er knackte Enigma und erfand den Computer,
und doch galt er als kriminell, weil er schwul war.

 
So 20/10/13, 16:45, Filmforum NRW, Köln
So 27/10/13, 16:45, Schauburg Dortmund

Ohne ihn wäre das moderne Zeitalter, Computer, Handys und vieles andere undenkbar: Alan Turing. Er beeinflusste nicht nur maßgeblich den Ausgang des 2. Weltkriegs, indem er den Nazi-Kode Enigma knackte, sondern er erfand auch den Computer und gilt als geistiger Vater der künstlichen Intelligenz. Doch seine Errungenschaften wurden lange Zeit kaum gewürdigt. Denn Alan Turing war auch ein Vorreiter in einer anderer Hinsicht: in der Zeit nach dem Weltkrieg, als Homosexualität in Großbritannien noch unter Strafe stand (bis 1967), bekannte er sich öffentlich dazu – und musste deswegen Konsequenzen ertragen, die den Kriegshelden in den Tod trieben.

 
"Turings Leben war so bemerkenswert — und letztendlich so tragisch — ich bin erstaunt, dass es bis zu diesem neuen Film CODEBREAKER noch nicht in einer Doku für die Leinwand festgehalten wurde."Marshall Ward

 
Diese Drama-Doku veranschaulicht die bahnbrechenden Theorien und Erfindungen von Alan Turing (1912-1954) und dokumentiert den Umgang mit Homosexuellen in England nach dem Weltkrieg. Dazu kommen nicht nur Akademiker, Verwandte, Biografen, ehemalige Enigma-Kollegen und Persönlichkeiten wie Steve Wozniak (Apple-Gründer) zur Sprache. Es findet auch eine Annäherung an Turing selbst durch dramatische Nachstellungen statt. Ed Stoppard ("Der Pianist") verkörpert dabei Turing, der sich seinem Psychiater Franz Greenbaum anvertraut – gespielt von Henry Goodman, bekannt aus "Notting Hill" und "Taking Woodstock".

Erst 2009, 55 Jahre nach Turings Tod, entschuldigte sich der damalige Premierminister Gordon Brown im Namen der britischen Regierung für die entsetzliche Behandlung Turings und würdigte seine außerordentlichen Kriegsverdienste.

 
"Viele Dokudramas kämpfen darum, ihre Rekonstruktionen auch nur besser als 'nicht ganz geschmacklos' zu machen. Hier gab es prächtige antike Möbeln, lockte uns in die Vergangenheit mit Vintage-Musik und in Turings Sichtweise, mit Szenen prächtig geschrieben aus seinen Briefen und Tagebüchern. Ed Stoppard war super in der Hauptrolle, vor allem gegen Ende, als die Tränen des gequälten Mannes nur in seinen Augen hingen." – Alex Hardy in The Times, 22.11.2012

 
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Auszeichnungen:
Publikumspreis – European Science TV & New Media Awards, Dublin 2012
nominiert als herausragende Doku – GLAAD Media Awards 2013

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