schwule Filmreihe


Im Juni 2013 läuft der dritte Film von Xavier Dolan (I KILLED MY MOTHER, HERZENSBRECHER) – Gewinner der Queer Palm in Cannes:

LAURENCE ANYWAYS (Preview)

(CDN/F 2012, 159 min, R: Xavier Dolan, dt. Synchro)

Wird die Frau, die er liebt,
die Frau lieben, die er ist?

So 09/06/13, 20:15, Schauburg Dortmund
Mo 10/06/13, 19:00, Bambi Düsseldorf
Mi 12/06/13, 18:45, Galerie Cinema Essen
So 16/06/13, 19:30, Lichtburg Oberhausen
Mi 19/06/13, 20:00, Casablanca Bochum (im Bermuda3Eck)
Di 25/06/13, 20:00, Filmpalette Köln

“Dolan schreckt bei diesem mutigen, ordinären Stück nie zurück; mit sicherer Regie, stilvoll gedreht, leidenschaftlich gespielt und mit sinnträchtiger Filmmusik.” – 4/5 Sterne von Totalfilm.com

In den 1980ern führen Laurence Emmanuel James Alia (Melvil Poupaud) und seine Freundin Frédérique (Suzanne Clément) eine stürmische Liebe. Zu seinem 35. Geburtstag schenkt im Fred eine Reise nach New York, doch dort kommen sie nie an. Noch auf der Fahrt offenbart Laurence, dass er eine transsexuelle Frau ist und es nicht länger unterdrücken kann. Fred fühlt sich betrogen, ihre Liebe bleibt ungebrochen. Gegen den Rat ihrer Mutter entscheidet sich Fred, es gemeinsam mit Laurence durchzustehen. Aber die Reaktionen ihres Umfelds und das emotionale Auf und Ab stellen das Paar vor eine Zerreißprobe.

Xavier Dolan galt bereits mit seinem ersten Film I KILLED MY MOTHER als Regiewunderkind und konnte diesen Eindruck mit HERZENSBRECHER untermauern. Mit dem überlangen Bilderrausch LAURENCE ANYWAYS setzt der 23-jährige Autorenfilmer sein Genderbender-Herzensprojekt um – mit opulenten, ikonischen Bilder, die er im ungewöhnlichen 4:3-Format einfängt und mit einem eklektischen, opulenten Soundtrack unterlegt.

“Laurence Anyways hat alles, um die Gemüter zu spalten. Gib dich hin, lass auf dich projizieren. Herr der Bilder und ihrer Wirkungen darfst du nicht sein wollen. Du wirst gefühlt.”Critic.de

Festivalpreise:

 

 


 


Im Mai und Juli 2013 zeigt homochrom im Rahmen von CSD Düsseldorf und ColognePride diesen fast verschollenen Klassiker mit Harvey Fierstein, Matthew Broderick und Anne Bancroft von der einzigen aufgefundenen deutschen 35mm-Kopie – eine deutsche DVD gab es erst gar nicht:

DAS KUCKUCKSEITORCH SONG TRILOGY

(USA 1988, 120 min, R: P. Bogart, dt. Synchro, FSK 16)

Leben braucht Mumm und scheiß viel Sinn für Humor.

Do 16/05/13, 21:15, Bambi Düsseldorf (im Rahmen des CSD Düsseldorf)
Fr 28/06/13, 19:00, Filmforum NRW, Köln (im Rahmen des CSD Köln)

“Ich habe in Filmen niemanden wie Fierstein gesehen, und die Tatsache, dass er ein besonderes Individuum ist, verleiht diesem Stoff Charme und Gewicht…” – 3,5 von 4 Sternen vom verstorbenen Kritikerpapst Roger Ebert

Nach einer kurzen Liebesaffäre 1972 besinnt sich Ed wieder auf seine heterosexuellen Neigungen und verlässt den flamboyanten und sarkastischen “Damenimitatoren” Arnold Beckoff (Harvey Fierstein). Ein Jahr später hat Arnold endlich mehr Glück und findet die Liebe seines Lebens mit dem Model Alan (Matthew Broderick). Auch ein zerstrittenes Landhaus-Wochenende mit Ed und dessen neuen Frau kann Arnolds und Alans Liebe nicht zerreißen. Das schwule Paar adoptiert sogar gemeinsam ein Kind. Doch das Leben hält einen weiteren, unvorhergesehenen Schicksalsschlag für Arnold bereit. Schlecht, dass auch Arnolds Mutter sein Leben nicht gutheißt und darüber mit ihm streitet, statt ihm Rückhalt zu geben.

“Hinreißende Verfilmung der am Broadway umjubelten Tragikomödie von Erfolgsautor Harvey Fierstein. … Die darstellerischen Leistungen des Trios werden dazu beitragen, daß dieser gelungene Film auf Video wie zuvor im Kino langfristig die gebührende Beachtung findet.” – schrieb 1989 ein Autor vom Kino.de-Vorgängermedium.

Wer hätte auch damit gerechnet, dass der Verleih Warner den beliebten Film nach der VHS-Veröffentlichung einfach einkellert? So gab es in den letzten zwanzig Jahren nur wenige Gelegenheiten, den Film zu sehen. Doch nachdem eine letzte deutsche 35mm-Kopie wieder aufgetaucht ist, müssen wir euch diese Filmperle einfach zeigen.

“…ein flammendes Plädoyer für ein offen schwules Leben, das Recht auf Geschlechtsuneindeutigkeit und Elternschaft.” – Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg

 

Trailer nur Englisch, Filmvorführung in Deutsch:

 


 


Im Juni/Juli 2013 präsentiert homochrom in einigen Städten Vorpremieren der neuen Komödie von Kultregisseur Pedro Almodóvar:

FLIEGENDE LIEBENDE (Preview)

(E 2012, 90 min, R: Pedro Almodóvar, OmU, Start: 04/07/13)

Bitte anschnallen für diesen irrwitzigen Flug.

Di 25/06/13, 20:00, Filmstudio Glückauf Essen
Mo 01/07/13, 19:30, Cinema Düsseldorf
Mo 01/07/13, 21:00, OFF Broadway Köln

Für das schwule Flugbegleiter-Trio bestehend aus dem gesprächigen Joserra (Javier Camara), dem stämmigen Fajas (Carlos Areces) mit einem Altar im Handgepäck und dem gehässigen Ulloa (Raul Arevalo) sollte es ein Standardflug nach Mexiko werden. Doch wie die hellsehende Passagierin Bruna (Lola Dueñas) gewarnt hat, gibt es bald technische Problem an Bord. Doch auf spanischen Flughäfen können sie nicht notlanden, denn die sind alle pleite. Also dreht das Flugzeug seine Runden und die drei Flugbegleiter kümmern sich mit Schnaps und Drogen um die Business-Class, bis alle Hemmungen fallen…

“Camp, kitschig und herrlich unterhaltsam kehrt der spanische Regisseur Pedro Almodovar zurück zu seinen wilden Komödien-Wurzeln. Eine fröhliche, flotte und frivole Komödie in einem Flugzeug, die stark in Sex und Sexualität und leicht in Drama ist.”Screendaily.com

 

 


 


Im Juli 2013 zeigt homochrom im Rahmen des ColognePride die Deutschland-Premiere und zweite europäische Aufführung dieser Doku über Homo-Ehe und das Wohl adoptierter Kinder:

THE RIGHT TO LOVEAN AMERICAN FAMILY
(Deutschland-Premiere)

(USA 2012, 88 min, R: Cassie Jaye, OmU, nicht geprüft = ab 18 Jahren, ohne Verleih)

Eine Familie begehrt auf.

Mi 03/07/13, 19:15, Filmforum NRW, Köln

In den USA ist die Situation für Schwule und Lesben noch etwas schärfer als bei uns. Während in Deutschland wenigstens Lebenspartnerschaften und Adoptionen möglich sind, machen in den USA christliche Gruppen und Anti-Gay-Organisationen gezielt homophobe Politik. So gelang es den Gegnern der Ehe-Gleichberechtigung, bei der 2008-Wahl in Kalifornien Proposition 8 durchzuboxen und die Ehe per Verfassung auf einen Mann und eine Frau zu beschränken – und das nachdem in 2008 kalifornische Schwule und Lesben ein halbes Jahr lang hatten heiraten können. Es war das erste Mal, dass im eigentlich gay-freundlichen und liberalen Kalifornien Rechte weggenommen wurden.

THE RIGHT TO LOVE folgt dem schwulen Paar Jay Foxworthy und Bryan Leffew, die seit 1998 verpartnert waren, 2006 zwei Kinder adoptierten und in jenem kurzen Zeitfenster rechtmäßig geheiratet haben (wie 18.000 andere Paare auch). In einem Klima von Diskriminierung, Ignoranz und Hass findet diese Regenbogen-Familie einen Weg, für ihren amerikanischen Traum zu kämpfen: mit Youtube-Videos, die ihre Alltäglichkeit darstellt und Mobbing-Opfer anspricht. Denn Jay hat selbst einen Selbstmordversuch überlebt.

Regisseurin “Jaye entlässt ihr Publikum aufgeklärter dank ihrer Ergründung der vorliegenden intellektuellen und politischen Fragen, aber die Menschlichkeit des Films ist es, was letztlich ihre Botschaft vermittelt.”LA Weekly

Preise:
Bester Sozial-Aspekt-Dokumentarfilm – Bare Bones Film Festival 2012, Muskogee, Oklahoma
Silber-Gewinner für “Sozial-Aspekt-Film”, Bronze-Gewinner für “Unterhaltung”, “Low-Budget-Film” & “Sound/Sound-Design” – 33. Telly Awards, San Francisco

 

Trailer nur Englisch, Vorstellung mit dt. Untertiteln: