SOONGAVA – DANCE OF THE ORCHIDS (NRW-Premiere)

Das Filmfest homochrom 2013 zeigt den ersten nepalesischen Film, der sich mit Homosexualität auseinandersetzt – Nepals Einreichung zu den Oscars 2014:

SOONGAVA – DANCE OF THE ORCHIDS (NRW-Premiere)

(Nepal/F 2012, 85 min, Regie: Subarna Thapa, OmU)

 
Für eine Frau wehrt sie sich gegen die arrangierte Ehe.

 
So 20/10/13, 13:10, Filmforum NRW, Köln
Sa 26/10/13, 19:45, Schauburg Dortmund

"was diesen Film sehenswert macht: Beide Frauen entwickeln sich mehr und mehr zu autonomen und selbstbewussten Entscheidungsträgerinnen... Der Film verschweigt nicht, dass damit noch nicht alles gewonnen istt, denn die Hüter und Hüterinnen der patriarchalen Ordnung verfügen über zahlreiche Sanktionsmöglichkeiten gegen tabubrechende unabhängige Frauen..." – schreibt Ingeborg Boxhammer bei phenomenelle

 
Die hübsche, 22-jährige Diya lernt professionell die traditionellen Tänze Nepals und freundet sich auf tiefer Ebene mit Kiran, einer anderen Tanzschülerin, an. Die willensstarke junge Frau ist erschüttert, als ihre Eltern einen geeigneten Ehemann für sie auswählen, denn die Nähe zu Kiran hat sich bereits zu einer heimlichen und sehr leidenschaftlichen Liebe entwickelt. Deswegen bricht Diya die arrangierte Verlobung auf, um mit Kiran in Kathmandu zu leben. Doch selbst dort muss sich das lesbische Paar dem Spott und der Befremdung ihres Umfelds aussetzen und gegen die Erwartungen ihrer Eltern behaupten.

 
"Neben der wunderbaren Geschichte und der gelungenen Kameraführung überraschen hier jedoch beide Hauptdarstellerinnen am meisten, die ihre jeweiligen Rollen intensiv und authentisch verkörpern. Deeya Maskey überrascht neben ihrem Tanz insbesondere mit der gefühlvollen Auseinandersetzung mit ihrer Familie." Cinetastic

 
Seit 2007 ist Homosexualität in Nepal legal und die derzeit erarbeitete Neufassung der nepalesischen Verfassung sieht Diskriminierungsschutz und eine gleichberechtigte Homo-Ehe vor, doch mit der Akzeptanz in der Bevölkerung mit ihrem Kastensystem hapert es noch – wie auch SOONGAVA verdeutlicht. Der Film des in Kathmandu geborenen, nun in Frankreich lebenden Subarna Thapa wurde offiziell von Nepal ins Rennen um den Oscar als bester fremdsprachiger Film geschickt. Ob SOONGAVA es letztendlich unter die 5 nominierten schafft, wird am 16.01.2014 von der Academy bekannt gegeben.

 
"Diese berührende und fesselnde Geschichte gleicht sein sensibles Thema mit sanfter und poetischer Gelassenheit aus und zeigt die Realität, die hinter den Traditionen verborgen ist. Keine schmierigen Szenen beleidigen ein nicht mit dem Konzept von zwei verliebten Frauen vertraute Publikum." KinoCritics

 
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