Vorschau

Im Mai 2013 zeigt die lesbische Filmreihe homochrom diesen deutschen Doku-Spielfilm der Berlinale 2013 über ein Frauenpaar, das gerne ein eigenes Kind haben möchte. Die Regisseurin* sowie Hauptdarstellerin Sabine Wolf° werden zu Gast sein.

ZWEI MÜTTER (NRW-Premiere) + Gäste

(D 2013, 79 min, R: Anne Zohra Berrached, dt. Original)

Ein Herzenswunsch, bedroht von der Realität.

So 19/05/13, 18:30, Schauburg Dortmund
Mo 20/05/13, 19:15, Bambi Düsseldorf (in Koop mit Kom!ma & im Rahmen des CSD Düsseldorf)
Mi 22/05/13, 20:15, Astra Essen (direkt am Hbf) *°
Do 23/05/13, 20:00, Filmforum NRW, Köln (am Dom) *°

Die verpartnerten Katja und Isabella möchten gerne ein gemeinsames Kind haben, doch stoßen sie dabei auf unerwartete Hürden, denn die meisten Samenbanken behandeln keine homosexuellen Paare. Nach einigen langwierigen und kostspieligen Behandlungen bei einem Arzt finden sie schließlich jemanden, der Utensilien für die Befruchtung daheim verkauft. Jetzt müssen sie nur noch einen geeigneten Samenspender finden…

Regisseurin Anne Zohra Berrached, die an der Filmakademie Baden-Württemberg studierte, ist eigentlich im Dokumentarfilm zuhause, doch für ZWEI MÜTTER hat sie ihre Recherchen zu lesbischen Mütterpaaren in eine fiktionale Geschichte gegossen. Dadurch ist der Film zugleich emotional wie informativ und politisch, ohne jedoch politisierend zu sein.

“„Zwei Mütter” [ist] alles andere als ein deprimierendes Sozialdrama, sondern eine sensible, sehr authentisch gefilmte Beziehungsstudie, die bei aller Ernsthaftigkeit mit viel Leichtigkeit und Sinn für Ironie umgesetzt ist.”Filmstarts.de

Festivalpreise:
Dialogue en perspective des DFJW – Berlinale 2013

 


 


Im Mai 2013 zeigen wir zum Bundesstart diesen mehrfach ausgezeichneten palästinensisch-israelischen Romantik-Drama-Thriller, der hervorragende Kritiken bekommt:

OUT IN THE DARK (NRW-Premiere) + Gesprächsrunde *

(IL/USA 2012, 96 min, R: Michael Mayer, OmU, FSK 12)

…Liebe sprengt Grenzen.

So 12/05/13, 18:30, Schauburg Dortmund

* plus Gespräch mit Mashallah, die in Dortmund, Düsseldorf und Essen schwule und bisexuelle Männer mit Migrationshintergrund beraten.
Telefon: 0201-1053706

Mo 13/05/13, 21:30, Bambi Düsseldorf (zum CSD) *
Mi 15/05/13, 19:00, Galerie Cinema Essen *
Fr 17/05/13, 22:30, Metropolis Bochum
So 19/05/13, 20:30, Lichtburg Oberhausen
Di 21/05/13, 21:00, Filmpalette Köln

“…ein Film, den man kennen muss. Durch authentische und schlicht fantastische Schauspielerleistungen lässt einen diese Geschichte lange nicht mehr los. Großartig!” – 5 Sterne von moviesection.de

Der palästinensische Psychologiestudent Nimr (Nicholas Jacob) überquert heimlich die Grenze und lernt in einer Tel Aviver Bar den israelischen Junganwalt Roy (Michael Aloni) kennen. Als Nimr für einen Studienkurs eine israelische Aufenthaltsgenehmigung erhält, wächst die Liebesbeziehung zu Roy. Doch gleichwohl härter wird Nirms Leben mit der brutalen palästinensischen Realität konfrontiert, der auch sein bester schwuler Freund zum Opfer fällt. Der israelische Staatsschutz will zudem Nimrs Kooperation erpressen und droht, seine Homosexualität seiner in den Widerstand involvierten Familie zu enthüllen.

“Unwiderstehlich und intim folgt Michael Mayers straffer, erster Film einer grenzüberschreitenden schwulen Beziehung…”The Hollywood Reporter

“Berührend und sehr realistisch”Welt.de

Dunkel und gefährlich, politisch und persönlich, zärtlich-romantisch und realistisch, so inszeniert Michael Mayer seinen Debütspielfilm, den er auch mitschrieb und mitproduzierte. Seinen Darstellern gelingt es, den Zuschauer zu fesseln und in den Strudel der Geschichte zu ziehen. Nach “Yossi & Jagger” und “The Bubble” wieder ein außergewöhnlicher israelischer Film.

“Was als dramatische Handlung über Ablehnung und Einsamkeit beginnt, kulminiert in einem spannenden Thriller mit politischem Anstrich. Fesselnd, beklemmend und hochgradig aktuell, begleitet von einem mitreißenden Soundtrack.”kino.de

Festivalpreise:
Spielfilmpreis der Haifa-Kulturstiftung – Haifa International Film Festival 2012
Publikumspreis Bester Spielfilm – Mardi Gras Film Festival 2012, Sydney
Best of the Fest – Santa Barbara Int. Film Festival 2012
Red Rose Award (best released film) – Jaipur Int. Film Festival 2013
Besondere Erwähnung der Jury – 2013 Guadalajara International Film Festival, Mexiko 2013

 

deutscher Kinotrailer (OmU)

 


 


Im Mai und Juli 2013 zeigt homochrom im Rahmen von CSD Düsseldorf und ColognePride diesen fast verschollenen Klassiker mit Harvey Fierstein, Matthew Broderick und Anne Bancroft von der einzigen aufgefundenen deutschen 35mm-Kopie – eine deutsche DVD gab es erst gar nicht:

DAS KUCKUCKSEITORCH SONG TRILOGY

(USA 1988, 120 min, R: P. Bogart, dt. Synchro, FSK 16)

Leben braucht Mumm und scheiß viel Sinn für Humor.

Do 16/05/13, 21:15, Bambi Düsseldorf (im Rahmen des CSD Düsseldorf)
Fr 28/06/13, 19:00, Filmforum NRW, Köln (im Rahmen des CSD Köln)

“Ich habe in Filmen niemanden wie Fierstein gesehen, und die Tatsache, dass er ein besonderes Individuum ist, verleiht diesem Stoff Charme und Gewicht…” – 3,5 von 4 Sternen vom verstorbenen Kritikerpapst Roger Ebert

Nach einer kurzen Liebesaffäre 1972 besinnt sich Ed wieder auf seine heterosexuellen Neigungen und verlässt den flamboyanten und sarkastischen “Damenimitatoren” Arnold Beckoff (Harvey Fierstein). Ein Jahr später hat Arnold endlich mehr Glück und findet die Liebe seines Lebens mit dem Model Alan (Matthew Broderick). Auch ein zerstrittenes Landhaus-Wochenende mit Ed und dessen neuen Frau kann Arnolds und Alans Liebe nicht zerreißen. Das schwule Paar adoptiert sogar gemeinsam ein Kind. Doch das Leben hält einen weiteren, unvorhergesehenen Schicksalsschlag für Arnold bereit. Schlecht, dass auch Arnolds Mutter sein Leben nicht gutheißt und darüber mit ihm streitet, statt ihm Rückhalt zu geben.

“Hinreißende Verfilmung der am Broadway umjubelten Tragikomödie von Erfolgsautor Harvey Fierstein. … Die darstellerischen Leistungen des Trios werden dazu beitragen, daß dieser gelungene Film auf Video wie zuvor im Kino langfristig die gebührende Beachtung findet.” – schrieb 1989 ein Autor vom Kino.de-Vorgängermedium.

Wer hätte auch damit gerechnet, dass der Verleih Warner den beliebten Film nach der VHS-Veröffentlichung einfach einkellert? So gab es in den letzten zwanzig Jahren nur wenige Gelegenheiten, den Film zu sehen. Doch nachdem eine letzte deutsche 35mm-Kopie wieder aufgetaucht ist, müssen wir euch diese Filmperle einfach zeigen.

“…ein flammendes Plädoyer für ein offen schwules Leben, das Recht auf Geschlechtsuneindeutigkeit und Elternschaft.” – Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg

 

Trailer nur Englisch, Filmvorführung in Deutsch:

 


 


Im Juni 2013 läuft der dritte Film von Xavier Dolan (I KILLED MY MOTHER, HERZENSBRECHER) – Gewinner der Queer Palm in Cannes:

LAURENCE ANYWAYS (Preview)

(CDN/F 2012, 159 min, R: Xavier Dolan, dt. Synchro)

Wird die Frau, die er liebt,
die Frau lieben, die er ist?

So 09/06/13, 20:15, Schauburg Dortmund
Mo 10/06/13, 19:00, Bambi Düsseldorf
Mi 12/06/13, 19:00, Galerie Cinema Essen
So 16/06/13, 19:30, Lichtburg Oberhausen
Mi 19/06/13, 20:00, Casablanca Bochum (im Bermuda3Eck)
Di 25/06/13, 20:00, Filmpalette Köln

“Dolan schreckt bei diesem mutigen, ordinären Stück nie zurück; mit sicherer Regie, stilvoll gedreht, leidenschaftlich gespielt und mit sinnträchtiger Filmmusik.” – 4/5 Sterne von Totalfilm.com

In den 1980ern führen Laurence Emmanuel James Alia (Melvil Poupaud) und seine Freundin Frédérique (Suzanne Clément) eine stürmische Liebe. Zu seinem 35. Geburtstag schenkt im Fred eine Reise nach New York, doch dort kommen sie nie an. Noch auf der Fahrt offenbart Laurence, dass er eine transsexuelle Frau ist und es nicht länger unterdrücken kann. Fred fühlt sich betrogen, ihre Liebe bleibt ungebrochen. Gegen den Rat ihrer Mutter entscheidet sich Fred, es gemeinsam mit Laurence durchzustehen. Aber die Reaktionen ihres Umfelds und das emotionale Auf und Ab stellen das Paar vor eine Zerreißprobe.

Xavier Dolan galt bereits mit seinem ersten Film I KILLED MY MOTHER als Regiewunderkind und konnte diesen Eindruck mit HERZENSBRECHER untermauern. Mit dem überlangen Bilderrausch LAURENCE ANYWAYS setzt der 23-jährige Autorenfilmer sein Genderbender-Herzensprojekt um – mit opulenten, ikonischen Bilder, die er im ungewöhnlichen 4:3-Format einfängt und mit einem eklektischen, opulenten Soundtrack unterlegt.

“Laurence Anyways hat alles, um die Gemüter zu spalten. Gib dich hin, lass auf dich projizieren. Herr der Bilder und ihrer Wirkungen darfst du nicht sein wollen. Du wirst gefühlt.”Critic.de

Festivalpreise:

 

 


 


Ende Juni 2013 zeigen wir euch im Rahmen des ColognePride pünktlich zum 30. Kinojubiläum diesen lesbischen Klassiker mit Catherine Deneuve, Susan Sarandan und David Bowie. Der FSK-18-Fantasy-Thriller war das Debüt des 2012 verstorbenen Regisseurs Tony Scott:

BEGIERDETHE HUNGER

(GB 1983, 93 min, R: Tony Scott, dt. Synchro, FSK 18, damaliger Bundesstart: 17.06.1983)

Kein Mensch liebt ewig.

Fr 28/06/13, 21:15, Filmforum NRW, Köln (im Rahmen des CSD/Womenpride)

Miriam (Catherine Deneuve) stammt aus einem alten ägyptischen Vampirgeschlecht und hat Jahrtausende der versuchten Ausrottung überlebt. Sie lebt vom Blut ihrer Liebhaber, die fortan nicht mehr altern – zumindest so lange nicht, wie Miriam noch Interesse an ihnen hat. Das bekommt auch John (David Bowie) zu spüren. Plötzlich sinkt seine Lebenserwartung auf unter 24 Stunden. Verzweifelt sucht er Hilfe bei Dr. Sarah Roberts (Susan Sarandon). Natürlich glaubt sie ihm nicht, aber bei einem Treffen verfällt Miriam Sarah…

“Diese Frauen gaben Vampiren ihren schwulen Biss auf der Leinwand lange vor “True Blood” oder auch Anne Rices “Interview mit einem Vampir”, und die ikonischen Schauspielerinnen taten es mit einer Sinnlichkeit, die zu überbieten neuere Blutsauger sich nur erträumen können.”Out.com

 

Trailer nur Englisch, Vorstellung in Deutsch:

 


 

Der schwule Juni-Film wird in den nächsten Tagen bekannt gegeben.

 


 


Im Juni/Juli 2013 präsentiert homochrom in einigen Städten Vorpremieren der neuen Komödie von Kultregisseur Pedro Almodóvar:

FLIEGENDE LIEBENDE (Preview)

(E 2012, 90 min, R: Pedro Almodóvar, OmU, Start: 04/07/13)

Bitte anschnallen für diesen irrwitzigen Flug.

Di 25/06/13, 20:00, Filmstudio Glückauf Essen
Mo 01/07/13, 19:30, Cinema Düsseldorf
Mo 01/07/13, 21:00, OFF Broadway Köln

Für das schwule Flugbegleiter-Trio bestehend aus dem gesprächigen Joserra (Javier Camara), dem stämmigen Fajas (Carlos Areces) mit einem Altar im Handgepäck und dem gehässigen Ulloa (Raul Arevalo) sollte es ein Standardflug nach Mexiko werden. Doch wie die hellsehende Passagierin Bruna (Lola Dueñas) gewarnt hat, gibt es bald technische Problem an Bord. Doch auf spanischen Flughäfen können sie nicht notlanden, denn die sind alle pleite. Also dreht das Flugzeug seine Runden und die drei Flugbegleiter kümmern sich mit Schnaps und Drogen um die Business-Class, bis alle Hemmungen fallen…

“Camp, kitschig und herrlich unterhaltsam kehrt der spanische Regisseur Pedro Almodovar zurück zu seinen wilden Komödien-Wurzeln. Eine fröhliche, flotte und frivole Komödie in einem Flugzeug, die stark in Sex und Sexualität und leicht in Drama ist.”Screendaily.com

 

 


 


Im Juli 2013 zeigt homochrom im Rahmen des ColognePride die Deutschland-Premiere und zweite europäische Aufführung dieser Doku über Homo-Ehe und das Wohl adoptierter Kinder:

THE RIGHT TO LOVEAN AMERICAN FAMILY
(Deutschland-Premiere)

(USA 2012, 88 min, R: Cassie Jaye, OmU, nicht geprüft = ab 18 Jahren, ohne Verleih)

Eine Familie begehrt auf.

Mi 03/07/13, 19:15, Filmforum NRW, Köln

In den USA ist die Situation für Schwule und Lesben noch etwas schärfer als bei uns. Während in Deutschland wenigstens Lebenspartnerschaften und Adoptionen möglich sind, machen in den USA christliche Gruppen und Anti-Gay-Organisationen gezielt homophobe Politik. So gelang es den Gegnern der Ehe-Gleichberechtigung, bei der 2008-Wahl in Kalifornien Proposition 8 durchzuboxen und die Ehe per Verfassung auf einen Mann und eine Frau zu beschränken – und das nachdem in 2008 kalifornische Schwule und Lesben ein halbes Jahr lang hatten heiraten können. Es war das erste Mal, dass im eigentlich gay-freundlichen und liberalen Kalifornien Rechte weggenommen wurden.

THE RIGHT TO LOVE folgt dem schwulen Paar Jay Foxworthy und Bryan Leffew, die seit 1998 verpartnert waren, 2006 zwei Kinder adoptierten und in jenem kurzen Zeitfenster rechtmäßig geheiratet haben (wie 18.000 andere Paare auch). In einem Klima von Diskriminierung, Ignoranz und Hass findet diese Regenbogen-Familie einen Weg, für ihren amerikanischen Traum zu kämpfen: mit Youtube-Videos, die ihre Alltäglichkeit darstellt und Mobbing-Opfer anspricht. Denn Jay hat selbst einen Selbstmordversuch überlebt.

Regisseurin “Jaye entlässt ihr Publikum aufgeklärter dank ihrer Ergründung der vorliegenden intellektuellen und politischen Fragen, aber die Menschlichkeit des Films ist es, was letztlich ihre Botschaft vermittelt.”LA Weekly

Preise:
Bester Sozial-Aspekt-Dokumentarfilm – Bare Bones Film Festival 2012, Muskogee, Oklahoma
Silber-Gewinner für “Sozial-Aspekt-Film”, Bronze-Gewinner für “Unterhaltung”, “Low-Budget-Film” & “Sound/Sound-Design” – 33. Telly Awards, San Francisco

 

Trailer nur Englisch, Vorstellung mit dt. Untertiteln: