ZOE. MISPLACED; (Deutschland-Premiere)

Das Filmfest homochrom 2014 präsentierte diesen australischen Indie-Debütfilm, der angenehm lebensnah und natürlich lesbisches Leben und Lieben einfängt:

ZOE. MISPLACED;
(Deutschland-Premiere)

(AUS 2014, 113 min, Regie: Mekelle Mills, OmU)

 
Egal wie viel du gibst, manchmal soll's einfach nicht sein.

 
So 19/10/14, 11:30, Filmforum NRW, Köln
Sa 25/10/14, 17:15, Schauburg Dortmund

"Mekelle Mills' Zoe.Misplaced unterscheidet sich von anderen romantischen Genre-Filmen. Bei ihrem schlauen und fesselnden Skript ist man nie ganz sicher, worauf die Erzählung zusteuert und ob Zoe, die Hauptfigur, robust genug ist, um ihre neue Liebesbeziehung überdauern zu lassen oder deren Opfer wird."Cinema Australia

 
Die Studentin Zoe (Hannah Raven Smith) wohnt mit ihrer besten Freundin Coal (Kaska Zielinski) zusammen. Zoe ist nüchtern und ziemlich zufrieden ohne Beziehung, denn sie schätzt ihre Unabhängigkeit. Auch Coal versucht es nüchtern zu sehen, dass sie sich immer noch mit ihrer sexy Exfreundin Nat (Clementine Mills) trifft und mit ihr Sex hat. Als Zoe und Nat sich unweigerlich irgendwann begegnen, sind sie sich auf Anhieb sympathisch. Wissend, dass Coal es niemals gutheißen würde, treffen sich Zoe und Nat hinter ihrem Rücken.

 
"Lesbische Filme erforschen immerzu das Gleiche über ein Mädchen, das sich verliebt oder sich mit der Tatsache auseinandersetzt, dass sie eigentlich Frauen liebt; das ist die Handlung. Wie kann man erwarten, dass Frau weiterhin ausgehen und sich Filme ansehen, wenn sie ständig gelangweilt und ihnen dieselbe Geschichte hingeworfen werden?" - Regisseurin Mekelle Mills

 
Warum wir ZOE. MISPLACED; mögen:
Der Debütfilm der lesbischen Mekelle Mills lässt sich getrost als Autorenkino beschreiben: als Autorin, Regisseurin, Produzentin, Cutterin und Ko-Kamerafrau und einem Mini-Budget von ca. 8.000$ war sie von Anfang bis Ende federführend, dass diese Geschichte auf die Leinwand kommt. Lasst euch nicht davon täuschen, dass dies als Amateurfilm bezeichnet werden könnte, denn alle Beteiligten sind nicht nur mit Herzblut, sondern echtem Talent bei der Sache. Roh und lebensnah füllen die frisch ausgebildeten Schauspieler Mills' Geschichte über lesbisches Alltagsleben mit Leben. Nicht nur Mills selbst hat auf so einen schlauen wie einfachen Film, mit dem man sich identifizieren kann, gewartet (und deswegen einfach einen gemacht). Statt die übliche Geschichte einer Heterofrau, die sich in eine Lesbe verliebt, zu erzählen, wirft sie ein Licht auf das, was es bedeutet, jung, verliebt und ganz selbstverständlich lesbisch zu sein.

 
"Zoe.Misplaced fühlt sich in vielen Szenen ähnlich an wie ein Dokumentarfilm, vor allem aufgrund der Film- und Aufnahmegeräte, mit der die Crew vorliebnehmen musste. Ihn zu schauen fühlt sich fast so an, als beträte man die Häuser von echten Menschen, was uns hilft, uns ziemlich tief mit den Charakteren zu verbinden."Glam Adelaide

 
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