STORIES OF OUR LIVES (NRW-Premiere)

Das 5. Filmfest homochrom präsentiert diesen ästhetischen und bewegenden Teddy-Gewinner bestehend aus fünf LGBT-Kurzfilmen aus Kenia, wo männliche Homosexualität mit bis zu 14 Jahren Haft strafbar ist:

STORIES OF OUR LIVES (NRW-Premiere)

(KE/ZA 2014, 60 min, Regie: Jim Chuchu, OmU)
Ex-aequo-Gewinner des langen Chromie

 
Liebe in einer Welt des Hasses.

 
So 18/10/15, 13:00, Filmforum NRW, Köln
So 25/10/15, 13:00, Schauburg Dortmund

 
"Fazit: Ein frischer, warmer, visuell atemberaubender Blick auf queeres Leben in Ostafrika."Hollywood Reporter


Fünf wahre Geschichten, fünf Einblicke in das Leben von Schwulen und Lesben in Kenia:
ein afrikanischer Forscher lässt sich bei einer Geschäftsreise auf einen englischen Escort ein; auf einer Farm ist ein junger Mann in seinen heterosexuellen besten Freund verknallt, der eher verdutzt als verärgert ist; eine Schülerin wird wegen ihrer Liebe zu einem anderen Mädchen der Schule verwiesen; ein Junger Mann wird von einem vermeintlichen Freund geschlagen, weil er schwul ist; und ein lesbisches Paar, das mit einem wütenden Mob konfrontiert ist, träumt sich davon.

 
"Der Film porträtiert große Stärke und Widerstandskraft im Angesicht widriger Umstände... Dies ist mutiges und schönes Filmschaffen, basierend auf wahren Geschichten, die unweigerlich jeden von uns berühren." – Jury-Begründung zum Teddy Award

 
Warum STORIES OF OUR LIVES ein wichtiges und zugleich bewegendes Filmwerk ist:
2012 nannte der anglikanische Bischof von Mombasa Homosexuelle eine größere Gefahr für Kenia als Terrorismus, 2014 versuchte man ein Gesetz zur Steinigung von LGBT-Menschen einzuführen. Kenia ist wie viele afrikanische Länder sehr homophob. Kein Wunder, dass SOOL dort verboten ist. Für dieses wichtige – und wunderschöne – Kurzfilmsammlung ist die Künstler- und Aktivistengruppe The Nest Collective aus Nairobi verantwortlich und sie sammelten dafür im Vorfeld hunderte Geschichten von LGBT-Menschen in Kenia. Auch wenn sie versuchen, ihre Identitäten geheim zu halten, setzen sie sich ernsten Gefahren damit aus und tatsächlich wurde der ausführende Produzent George Gachara einen Monat nach der Weltpremiere in Toronto fürs Drehen ohne Genehmigung festgenommen (im März 2015 wurde die Anklage fallen gelassen). Doch selbst wenn man diese Aspekte ausklammern würde, so ist SOOL ein wunderschön gefilmtes und emotional packendes Werk. Mit minimaler Ausstattung gedreht beeindruckt die Schwarz-Weiß-Ästhetik genauso sehr, wie die persönlichen Geschichten und die sphärische Filmmusik von Regisseur Chuchu bewegen.

 
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Soundtrack des Regisseurs Jim Chuchu

 
Auszeichnungen:
Teddy Jury Award & 2. Platz beim Panorama-Publikumspreis – Berlinale 2015
Special Programming Freedom Award – Outfest, Los Angeles, 2015
Lobende Erwähnung als erster Spielfilm & Volunteer of the Year Award – Frameline, San Francisco, 2015

Zählermarke

Trailer mit englischen Einblendungen; Vorstellungen mit deutschen Untertiteln.