ANITA’S LAST CHA-CHA (NRW-Premiere)

Filmposter ANITA'S LAST CHA CHA, Ang Huling Cha-Cha Ni Anita, Film von Sigrid Andrea P. Bernardo

Das Filmfest homochrom 2014 präsentierte diese süße philippinische Dramödie über ein Mädchen, das sich in die neue Nachbarsfrau verliebt:
ANITA'S LAST CHA-CHA (NRW-Premiere)
(PH 2013, 112 min, Regie: Sigrid A. P. Bernardo, OmU)

 
Die Magie der ersten Liebe und eines Cha-Chas.

 
So 19/10/14, 14:30, Filmforum NRW, Köln
So 26/10/14, 14:45, Schauburg Dortmund

Filmstill ANITA'S LAST CHA CHA, Ang Huling Cha-Cha Ni Anita, Film von Sigrid Andrea P. Bernardo, drei grinsende Kinder auf Wiese

 
In Manila der Jetztzeit erinnert sich Anita, Offizierin der philippinischen Reserve, an ihre Kindheit im Dörfchen Obando, wo jedes Jahr ein Fruchtbarkeitsfest stattfindet: Dort wohnt der 12-jährige Wildfang (Teri Malvar) mit ihrer nörgelnden Mutter Lolita (Lui Manansala) und ihrem erwachsenen Cousin Oscar (Marcus Madrigal) und spielt mit ihren beiden Freunden Carmen (Len-Len Frial) und Goying (Solomon Mark De Guzman). Während Carmen heimlich auf Goying steht, schielt Goying zu Anita, die allerdings nur Augen für die neu zugezogene Erwachsene Pilar (Angel Aquino) hat. Anita hat nicht nur äußerst lebhafte Tagträume bezüglich Pilar, sondern stellt ihr wirklich nach. Doch obwohl die Masseurin freundlich zu den Kindern ist, hat sie mit Erwachsenenproblemen wie Dorftratsch und ihrer heimlichen Beziehung zu Oscar zu kämpfen.

Filmstill ANITA'S LAST CHA CHA, Ang Huling Cha-Cha Ni Anita, Film von Sigrid Andrea P. Bernardo, tanzend auf dem Marktplatz
"voll bunter Charaktere, philippinischer Traditionen und Geschlechterrollen-erwartungen behandelt diese zarte Coming-of-Age-Geschichte die Schwierigkeiten des Lebens mit unschuldiger und leichter Hand."Frameline, wo der Film den Ehrenamtler-Preis erhielt

 
Warum wir ANITA'S LAST CHA-CHA mögen:
Autorin und Regisseurin Sigrid Andrea Bernardo und ihr großteils weiblich-queeres Filmteam erschaffen einen hinreißenden Film, der die kindliche Wahrnehmung ebenso charmant, locker und glaubwürdig zu vermitteln weiß wie der Teddy-Gewinner TOMBOY. Ohne Melodrama, das häufig Teil des asiatischen Kinos ist, und ohne Klischees, dafür aber mit entzückenden Kinderdarstellern, humorvollen Tagträumen und wunderschönen Kulissen erzählt Spielfilm-Debütantin Bernado von der Komplexität pubertären Rebellierens, menschlichen Begehrens, Geschlechterrollen, Religion und Moral in ihrem Umfeld, d.h. den Philippinen. ANITA ist wie OCCUPYING ED ein Beispiel dafür, dass man mit einem minimalen Budget einen ansprechenden und besonderen Film erschaffen kann.

 
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