MARVIN (Vorpremiere)

Film Poster MARVIN OU LA BELLE ÉDUCATION von Regisseurin und Ko-Autorin Anne Fontaine mit Isabelle Huppert, Charles Berling, Grégory Gadebois, Catherine Salée, Jules Porier, Catherine Mouchet und Finnegan Oldfield

Im Juni 2018 zeigt homochrom als 200. Film der monatlichen Filmreihe dieses französische Drama einer Regisseurin über einen Schwulen aus der Unterschicht – Gewinner des Queer Lion von Venedig mit der Oscar-nominierten Isabelle Huppert ("8 Frauen", "Elle"):

 
MARVIN (Vorpremiere)
(F 2017, 115 min, Regie: Anne Fontaine, OmU)

 
Wenn Kunst den Schwulen erhebt...

 
So 10/06/18, 18:30, Schauburg, Dortmund
Mo 11/06/18, 21:00, Bambi, Düsseldorf
Mi 13/06/18, 18:30, Galerie Cinema, Essen (etwas früher)
So 17/06/18, 20:30, Lichtburg, Oberhausen
Di 19/06/18, 21:00, Filmpalette, Köln
Mi 20/06/18, 21:00, Casablanca, Bochum

Film Still MARVIN OU LA BELLE ÉDUCATION von Regisseurin und Ko-Autorin Anne Fontaine mit Isabelle Huppert, Charles Berling, Grégory Gadebois, Catherine Salée, Catherine Mouchet und Finnegan Oldfield; der junge Marvin (gespielt von Jules Porier) steht mit verschmiertem rotem Lippenstift vor einer gefliesten Wand

 
"Harsch, aber unerwartet unvoreingenommen, während es die Wagnisse der Verwirklichung der eigenen queeren Identität in einer weitgehend verständnislosen Arbeiterklasse dokumentiert." – Branchenblatt Variety

 
Film Still MARVIN OU LA BELLE ÉDUCATION von Regisseurin und Ko-Autorin Anne Fontaine mit Isabelle Huppert, Charles Berling, Catherine Salée, Catherine Mouchet und Finnegan Oldfield; der junge Marvin (gespielt von Jules Porier) sieht seinem Vater Dany (gespielt von Grégory Gadebois) vor dem Haus zu, wie er einen Baumstamm zersägtMarvin Bijoux (Jules Porier) ist ein aufmerksamer, aber schüchterner Junge, der völlig fremd in seiner Welt wirkt. In seinem Dorf in den Vogesen leidet er nicht nur in der Schule, sondern insbesondere unter seiner asozialen Arbeiterfamilie. Sein Vater Dany (Grégory Gadebois) ist ein zorniger, prolliger Trinker und seine Mutter Odile (Catherine Salée) sieht sich selbst eher als Legehenne. Wie seine Mitschüler hackt auch Marvins älterer Bruder Gerald (Yannick Morzelle) nur auf ihm herum. Zum Glück findet die Schulleiterin Madeleine Clément (Catherine Mouchet) eine Möglichkeit, den sensiblen Jungen mit einem Theater-Impro-Kurs vertraut zu machen.
Als Student entwickelt Marvin (Finnegan Oldfield) in Paris ein Stück auf Grundlage seiner Kindheit. In einer Disco lernt er den älteren Gönner Roland (Charles Berling) kennen. Roland hat gute Kontakte und macht den Theaterstudenten mit der Schauspielerin Isabelle Huppert (spielt sich selbst) bekannt. Das weckt Marvins Hoffnung, sich ganz von seiner Vergangenheit zu befreien.

 
"Das sensible und verinnerlichte Spiel der beiden Hauptdarsteller, die Marvin verkörpern, bringt eine rührende Dimension, voller Zurückhaltung, in die Beobachtung der Ungleichheit..."Séquences

 
Film Still MARVIN OU LA BELLE ÉDUCATION von Regisseurin und Ko-Autorin Anne Fontaine mit Charles Berling, Catherine Salée, Catherine Mouchet und Jules Porier; der erwachsene Marvin (gespielt von Finnegan Oldfield) liegt mitten auf einer Bühne mit dem Kopf auf dem Schoß von Schauspielerin Isabelle Huppert (gespielt von sich selbst)Der 15. Film von Anne Fontaine ("Coco Chanel") basiert sehr lose auf dem autobiographischen Bestseller-Debütroman "Das Ende von Eddy" von Edouard Louis. Fontaine und ihr Ko-Autor Pierre Trividic ("Wer mich liebt, nimmt den Zug") brechen die Chronologie des Romans und damit auch seine Intimität auf. Möglicherweise enttäuscht das einige Leser, andererseits übernimmt Fontaine auch weniger von dem jugendlich-verächtlichen Blick Louis' auf die ländlichen Lebensumstände. Dies macht den Film zu einem eigenständigeren, ausgewogeneren Werk, das das Prekariat keineswegs verharmlost. Der Film erzählt die nachfühlbare Geschichte, wie die Kunst einen sensiblen, jungen Schwulen davor bewahrt, in einem lieblosen, alkoholisierten Umfeld unterzugehen. Dies ähnelt ein wenig unserem Festivalliebling THIRSTY. Die Pariser Künstler-Bourgeoisie hingegen steht im krassen Kontrast zum Dorfleben, wirkt aber ein ums andere Mal ebenso lieblos.

 
"Anne Fontaine, die sehr anspruchsvollen Schnitt benutzt, zwischen den verschiedenen Zeiträumen von Marvins Reise wechselt, ... webt kunstfertig eine Geschichte, in der die Schauspieler außergewöhnliche Leistungen abgeben."Cineuropa

Film Still MARVIN OU LA BELLE ÉDUCATION von Regisseurin und Ko-Autorin Anne Fontaine mit Isabelle Huppert, Catherine Salée, Catherine Mouchet und Jules Porier; der erwachsene Marvin (gespielt von Finnegan Oldfield) sitzt mit freiem Oberkörper vor seinem älteren Freund Roland (gespielt von Charles Berling)
Auszeichnungen:
Queer Lion – Filmfestspiele Venedig, 2017
nominiert für 1 César Award – meistversprechender Jungdarsteller (Finnegan Oldfield) (verloren gegen 120 BPM)
nominiert für 1 Lumiere Award – meistversprechender Jungdarsteller (Finnegan Oldfield) (verloren gegen 120 BPM)

Zählermarke

Trailer vorläufig im französischen Original mit englischen Untertiteln. Die Vorstellungen finden im Original mit deutschen Untertiteln (OmU) statt.

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http://youtu.be/IuFDJt9PiaQ